Neustart für Hammer Poetry-Slam

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Die neuen Moderatoren des Hammer Poetry-Slams sind Michael Schumacher (links) und Mario Siegesmund.

Hamm - Der Hammer Poetry-Slam lebt – dank der beiden neuen Moderatoren Mario Siegesmund und Michael Schumacher, den Nachfolgern von Nadine Dubberke und Yvonne Klesse. Am 21. Februar haben sie Premiere.

Lampenfieber haben Mario Siegesmund und Michael Schumacher, die beiden neuen Moderatoren des Hammer Poetry-Slams, keines im Vorfeld ihrer Premiere am 21. Februar im Hoppegarden der Kulturwerkstatt (Beginn 19.30 Uhr, Einlass ab 19 Uhr, Eintritt 8, ermäßigt 6 Euro). Denn dafür sind die beiden zu bühnenerfahren: Der 45- jährige Hammer Siegesmund ist in der Lippestadt bestens bekannt als Singer/Songwriter, Autor („Leben in der Glosse“), Kabarettist („Zum Lachen in den Weinkeller“) und Moderator („Songwood“). 

Auftreten werden diesmal 

Jolies Heij (Utrecht), eine der bekanntesten Slam-Poetinnen der Niederlande, außerdem Felicitas Friedrich (Bochum), Ralph Michael Beyer (Wuppertal), Juston Buße (Bochum), Achim Leufker (Rheine) und „Jann Wattjes“ (Paderborn).

Michael Schumacher ist zwar „Spätberufener“ in Sachen Poetry-Slam. Aber als der heute 61-Jährige vor knapp fünf Jahren zum ersten Mal an einem solchen Dichterwettstreit teilnahm, hatte er längst Feuer gefangen, mittlerweile ist der Xantener mehrmals im Monat in Sachen Poetry-Slam unterwegs. Er schreibt Kurzgeschichten, organisiert in seiner Heimatstadt selbst einen Slam und hat mit „Lesen für Bier“ in Wesel eine eigene Veranstaltung: Dabei wird radikal alles gelesen, was das Publikum mitbringt. Nach jedem Vortrag entscheidet das Publikum, ob der Vortrag besser war – dann bekommt der Vorleser ein Bier. War der Text besser, bekommt die Person das Bier, die den Text mitgebracht hat.

 „Eigentlich bin ich kein Slammer“, gibt Mario Siegesmund zu. Darum sei er dankbar, Michael Schumacher an seiner Seite zu haben. Er war es auch, der Siegesmund angeboten hat, als „Partner“ die Moderation zu übernehmen. Schumacher kennt den Hammer Poetry-Slam, seit er vor drei Jahren zum ersten Mal im Hoppegarden auftreten ist. 

Er war es auch, der davon erfuhr, dass Yvonne Klesse als zuletzt alleinige Moderatorin Nachfolger suchte. „Es wäre zu schade gewesen, wenn der Hammer Poetry-Slam als einer der ältesten im Lande nicht mehr stattgefunden hätte“, verweist Schumacher darauf, dass es die Veranstaltung im Hoppegarden immerhin schon seit rund zehn Jahren gibt – damals gegründet von Karsten Strack und Andreas Weber und etabliert von Dominique Täger und seiner Frau Tine Walterscheid.

 Auch mit den neuen Moderatoren wird sich im Prinzip am Konzept nichts ändern: Weiterhin wird das Publikum abstimmen, wer der beste Slammer ist und weiterhin wird der „Goldene Hammer“ verliehen. Allerdings wird es Veränderungen im Detail geben: Musik – zuletzt fester Bestandteil – ist nun kein Zwangspunkt mehr. 

Und der Wettstreit soll etwas komprimiert werden: Das Teilnehmerfeld wird auf sechs Dichter reduziert, um den Abend nicht zu lang werden zu lassen. Dafür gibt es eine doppelte Vorrunde, in der die Teilnehmer zuerst in der Reihenfolge eins bis sechs und dann von sechs bis eins auftreten. Schumacher: „Dann erhält das Publikum einen besseren Eindruck von der Vielfalt, die ein Slammer zu bieten hat.“ Das Zeitlimit wird von acht auf sechs Minuten reduziert.

 Außerdem wird es Themenabende geben: Nach der Sommerpause findet am 19. September ein Erotik-Slam mit entsprechenden Texten statt und am 17. Oktober treten nur Teams an. Vier von sechs Teams sind schon gebucht. „Die haben bei der jüngsten deutschsprachigen Meisterschaft mitgemacht, zwei Teams haben es in die Runde der letzten Zwölf geschafft“, macht Schumacher neugierig.

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