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Aus für Weihnachtscircus in Hamm - Rätselhafte Ankündigung

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Von: Markus Hanneken

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Kein Clown und kein Akrobat wird in diesem Winter in Hamm für Stimmung sorgen.
Als hätte er es schon geahnt: Kein Clown und kein Akrobat wird in diesem Winter in Hamm für Zirkus-Stimmung sorgen. Hier ein Bild vom Dezember 2019. © Robert Szkudlarek

Nach vier erfolgreichen Gastspielen kapituliert der Weihnachtscircus in diesem Jahr vor der Corona-Krise. Der „Lockdown light“ für November versetzte den Planungen den Todesstoß. Eine Überraschung wird zugleich nicht ausgeschlossen.

Hamm - Auch wenn wohl niemand mehr mit dem Gegenteil gerechnet hatte, musste die Absage des 5. Hammer Weihnachtscircus‘ an den Zentralhallen noch offiziell gemeldet werden. Das ist jetzt passiert. Mit einem langen Statement meldete sich der Veranstalter auf Facebook zu Wort. Daraus geht hervor, dass man sich die Entscheidung nicht leicht gemacht und ziemlich lange hinausgezögert habe.

Fest steht somit: Wegen des zweiten Lockdowns wurden „alle Aktionen, Projekte und Produktionen für die Monate November 2020 und Dezember 2020“ gestoppt. Dazu zählt eben auch für den Zeitraum 19. Dezember bis 3. Januar angesetzte Gastspiel in Hamm. „Sowohl die staatlichen Restriktionen gegenüber der Kulturwirtschaft aber vielmehr noch unsere Verantwortung für die Sicherheit von Publikum, Partnern und Akteuren lässt die Durchführung eines solchen Events in der aktuellen pandemischen Situation keinesfalls zu“, heißt es in aller Klarheit. Doch es gibt ein „Aber“!

Rätselhafte Ankündigung der Veranstalter

Dieses „Aber!“ begründen die Veranstalter - vor einem Jahr verstärkt durch Artisten des Chinesischen Nationalcircus‘ - mit einem „positiven Mindset“ und folgenden vielsagenden wie rätselhaften Worten: „Nicht jedes Licht am Ende eines Tunnels ist unbedingt ein entgegenkommender Zug.“ Denkbar sei, dass man kurzfristig mit einer Alternative „um die Ecke“ komme, um die Wartezeit bis Weihnachten 2021 zu verkürzen.

Man arbeite daran, so genannte „Leuchtturmaktionen“ zu erstellen und zu etablieren, heißt es weiter. Das Ziel sei, „die Fahne der Kultur“ hochzuhalten und dem Team und den Künstlern eine „wertschätzende Aufgabe und eine Sicherheit als künstlerische Schicksalsgemeinschaft“ zu geben. Konkreter wird es leider nicht; weitere Informationen sollen aber zeitnah folgen.

Ein ähnliches Schicksal wie der Weihnachtscircus hatte in diesem Jahr auch die Konkurrenz vom „Flic Flac“ zu schultern. Nach Monaten des Zitterns und Hoffens sagten die Veranstalter ihr Gastspiel in Hamm im August endgültig ab.

Übel traf es auch die Schausteller des Hammer Kirmes-Parks: Nach mehreren Tagen Betrieb unter strengen Auflagen mussten sie alle Fahrgeschäfte Corona-bedingt vorzeitig abbauen.

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