Zugfahrt mit Schrecken

Kleiner Junge sieht im Hammer Bahnhof Papa davonfahren

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Hamm - Weil ein Vater mitsamt Gepäck nicht rechtzeitig aus dem Zug aussteigen konnte, ist er im Hammer Bahnhof von seinem siebenjährigen, behinderten Sohn getrennt worden.

Wie die Bundespolizei mitteilte, waren der 42-jährige Vater und sein Sohn am Samstagabend in Hamm aus einem Regionalzug ausgestiegen. Als der Vater noch eine letzte Tasche aus dem Zug holen wollte, schlossen sich die Türen, und der Zug setzte sich mit ihm planmäßig in Richtung Münster in Bewegung. Aufgrund einer schweren Behinderung auf einen Buggy angewiesen, musste der Junge vom Bahnsteig aus hilflos zusehen, wie der Zug mit seinem Vater  abfuhr.

Bundespolizisten, die sich wegen einer Fußball-Fanreise von Eintracht Braunschweig im Hammer Bahnhof befanden, wurden auf die tragische Situation aufmerksam und halfen: Sie kümmerten sich um den Siebenjährigen und informierten den besorgten Vater, dass sein Sohn in sicherer Obhut sei.

Zur Unterstützung forderten die Hannoveraner Polizisten ortskundige Kollegen des Hammer Bundespolizeireviers an. Diese konnten den Lokführer des abgefahrenen Regionalexpresses und einen Kundenbetreuer erreichen, die wiederum einmal mehr den aufgelösten Vater beruhigen konnten.

Nach rund 40 Minuten hatte das Drama zum Glück ein Ende, und er konnte seinen Jungen dankbar und wohlbehalten wieder in die Arme schließen.

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