Millionen TV-Zuschauer lösten mit ihm Fälle

ARD-Star gestorben: TV-Rolle im „Polizeiruf 110“ machte ihn berühmt - Kollegen bestürzt

Abschied von Halle: Letzter "Polizeiruf 110"
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Ein Foto vom letzten „Polizeiruf 110“ aus dem Jahr 2013: Die Schauspieler Wolfgang Winkler (l) in der Rolle des Kommissars Herbert Schneider und Jaecki Schwarz als Kommissar Herbert Schmücke.

In seiner Rolle als Hauptkommissar Herbert Schneider ermittelte er in der ARD-Krimiserie „Polizeiruf 110“. TV-Zuschauern verfolgten seine Arbeit vor dem Fernseher. Nun ist die Trauer um den Schauspieler groß. 

  • Durch den „Polizeiruf 110“ (ARD) war der Schauspieler einem Millionenpublikum bekannt.
  • In der ARD-Krimireihe spielte er die Rolle des Hauptkommissars Herbert Schneider und ermittelte in Halle (Saale).  
  • Schauspieler Wolfgang Winkler ist im Alter von 76 Jahren gestorben. 

München - Eigentlich hatte er eine Ausbildung als Lokomotivführer absolviert, doch dann begann er mit der Schauspielerei. Millionen TV-Zuschauern ist er wohl durch die Rolle als Hauptkommissar Herbert Schneider im „Polizeiruf 110“ bekannt. Schauspieler Wolfgang Winkler ermittelte bis 2013 in der ARD-Krimiserie „Polizeiruf 110“ in Halle an der Saale. Nun ist Wolfgang Winkler im Alter von 76 Jahren gestorben, wie Matthias Brenner, Intendant des Neuen Theaters in Halle auf Facebook schreibt. Der Schauspielintendant Brenner habe gewusst, dass sein Freund Winkler sehr krank gewesen sei, berichtet die Nachrichtenagentur dpa am Sonntag. 

Große Trauer um Polizeiruf 110-TV-Star Wolfgang Winkler

„Mein Kollege und Freund Wolfgang Winkler ist gestorben! Ich habe es gerade während der Vorstellung Drei-Groschen-Oper erfahren und bin sehr bestürzt und bewegt! Ein so wunderbarer Mensch, der mir mein ganzes Berufsleben wichtig und teuer war!“, schreibt Matthias Brenner auf seiner Facebook-Seite. 

Wolfgang Winkler gestorben: Eine Karriere mit Hindernissen

Wolfgang Winkler wurde 1943 in Görlitz geboren, berichtet der mdr.de auf seiner Webseite. Er wuchs demnach zuerst bei seinen Großeltern auf, die regelmäßig ins Theater gingen.

Eine Ausbildung zum Lokführer begann Wolfgang Winkler nach der Schule, doch er gründete das Kabarett „Die Zwecken“. Dabei sei ihm klar geworden, dass er lieber auf der Bühne als in einem Zug stehen wollte. An der Filmhochschule Babelsberg wurde er als Schauspielstudent angenommen. Doch später von der Schule geschmissen, weil er eine Rolle ohne Genehmigung angenommen hatte. Winkler träumte weiter von einer Filmkarriere. 

Der Durchbruch seiner Karriere gelang Wolfgang Winkler mit Hauptkommissar Schneider beim „Polizeiruf 110“.  An der Seite von Jaecki Schwarz (73) alias Herbert Schmücke drehte Winkler 50 Folgen in Halle an der Saale. Mit der Folge „Laufsteg in den Tod“ (Ausstrahlung 3. März 2013 in der ARD) nimmt das Team dort nach 17 Jahren Abschied. 

Wolfgang Winkler ist dem Fernsehpublikum aber auch aus „Schloss Einstein“ und der ARD-Serie „Rentnercops“ bekannt.

Reaktionen auf den Tod von Schauspieler Wolfgang Winkler

In Gedenken an den Schauspieler Wolfgang Winkler hat der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) mehrere Folgen von „Polizeiruf 110“ in der Mediathek bereit gestellte, teilte der Sender via Facebook mit. 

„Dahoam ist Dahoam“- und „Tatort“-Schauspieler ist im Alter von 69 Jahren gestorben. Viele Menschen waren über seinen Tod bestürzt. Eine Kollegin nimmt emotional Abschied.

ml

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