Whitney Houston offenbar ertrunken

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Die Pop-Diva Whitney Houston starb im Alter von 48 Jahren.

Los Angeles - Starb Whitney Houston an einem Medikamenten-Cocktail? Über die Todesursache wird wild spekuliert. Am Donnerstag soll sie noch ausgelassen gefeiert haben. Ein Video zeigt den letzen Auftritt.

Die verstorbene Popsängerin Whitney Houston ist am Samstag von einem persönlichen Angestellten in der Badewanne ihres Zimmers im Beverly Hilton Hotel gefunden worden. Zu diesem Zeitpunkt habe sie sich unter Wasser befunden und sei offenbar bewusstlos gewesen, teilte der Sprecher der Polizei von Beverly Hills, Mark Rosen, am Montag mit. Mehrere Angestellte hätten die Sängerin aus der Badewanne gezogen und das Sicherheitspersonal des Hotels verständigt. Wegen der andauernden Ermittlungen würden zunächst keine weiteren Einzelheiten über den Tod der Sängerin bekannt geben, sagte Rosen.

Bislang gibt es keine Anzeichen auf Fremdverschulden oder Gewalteinwirkung. Allerdings wollten die Behörden bis zum Vorliegen der toxikologischen Untersuchungsergebnisse keine mögliche Todesursache ausschließen. Bis die Tests abgeschlossen sind, könnten Wochen vergehen.

Whitney Houston ist tot - Bilder aus ihrem Leben

Whitney Houston ist tot - Bilder aus ihrem Leben

„Wir wissen noch nichts und wenn wir etwas herausfinden, werden wir mit der Polizei von Beverly Hills in Kontakt treten“, sagte der stellvertretende Leiter der Gerichtsmedizin, Ed Winter, am Montag. „Aber zunächst werden wir die Familie benachrichtigen und ihnen die Ergebnisse zukommen lassen.“

Nach der Autopsie am Sonntag sei Houstons Leichnam freigegeben worden, sagte Winter. „Die Familie kümmert sich um die Angelegenheit“, sagte Winter. Zwei Personen aus dem Umfeld von Houstons Familie teilten mit, dass der Leichnam am späten Montagabend in ihren Heimatstaat New Jersey gebracht werden solle. Nach Angaben der Familie könnte am Donnerstag eine Totenwache und am darauf folgenden Tag im Prudential Center in Newark die Beerdigung stattfinden.

Laut R&B-Sängerin Kelly Price war Houston bei ihrem letzten Auftritt vor ihrem Tod keineswegs in schlechter Verfassung. „Sie war drei Stunden lang auf den Beinen und hat jeden Sänger angefeuert, der auf die Bühne kam“, sagte Price, die gemeinsam mit Houston am Donnerstagabend das Duett „Yes, Jesus Loves Me“ sang, am Sonntag bei der Grammy-Verleihung.

Sehen Sie hier das Video von Whitney Houstons letztem Auftritt.

Widersprüchliche Angaben zu Houstons Zustand

Andere Augenzeugen hatten berichtet, dass Houston an dem Abend unaufgeräumt und durcheinander gewirkt habe. „Wir hatten eine tolle Zeit. Sie sagte, sie sei stolz auf mich und würde mich lieben“, erklärte Price. Als sie nicht sang, habe sie alleine oder mit anderen getanzt, unter anderem auch mit ihrer Tochter Bobbi Kristina Brown.

Auch auf den Priester und Filmproduzenten T.D. Jakes hatte Houston zuletzt einen guten Eindruck gemacht. Jakes drehte mit der Sängerin ein Remake des Films „Sparkle“. Es habe keine Anzeichen auf Drogenmissbrauch gegeben, sagte der Produzent am Sonntag.

Houston habe sich bei den Dreharbeiten vor zwei Monaten sehr professionell verhalten und das Filmteam mit einer Darbietung des Gospels „Her Eyes On The Sparrow“ zu Tränen gerührt. „Während wir an 'Sparkle' gearbeitet haben, gab es keine Hinweise auf Probleme in ihrem Leben“, sagte Jakes. „Sie hat einfachen einen großen Eindruck auf jeden gemacht.“

Die Tochter der verstorbenen Sängerin wurde unterdessen vorübergehend in einer Klinik in Los Angeles behandelt. Noch am Sonntag wurde Bobbi Kristina Brown wieder entlassen. Aus dem Umfeld der Familie verlautete, die 18-Jährige sei wegen Stresses und Beklemmungen behandelt worden. Sie wohnte im selben Hotel in Beverly Hills, in dem ihre Mutter am Samstagnachmittag tot aufgefunden worden war. Brown hatte Houston in den vergangenen Tagen zu mehreren Veranstaltungen im Vorfeld der Grammy-Verleihung begleitet.

Houstons Ex-Mann Bobby Brown bat in einer Erklärung darum, die Privatsphäre seiner Familie zu respektieren, vor allem mit Blick auf seine Tochter Bobbi Kristina. Er bedankte sich für die Beileidsbekundungen, die ihm und seiner Familie „zu dieser äußerst schwierigen Zeit“ entgegen gebracht worden seien.

dapd

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