Lil Wayne: Kein Streit mit Pusha T

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Lil Wayne will den Streit mit Kollege Pusha T nicht überbewertet wissen

Los Angeles - Rapper Lil Wayne beschränkt sich nicht darauf, selbst Musik zu machen. Er hat vielversprechende Nachwuchsmusiker unter seine Fittiche genommen.

Zuletzt war er wegen eines seit langem schwelenden Streits mit seinem Rap-Kollegen Pusha T in den Schlagzeilen. Pusha T - unter Vertrag bei Kanye West - nahm Lil Wayne und dessen Schützling Drake in einem Track aufs Korn, worauf Lil Wayne online mit dem auf seinen Kontrahenten gemünzten Song “Goulish“ (Gräulich) reagierte.

Weiter anheizen wolle er den Konflikt aber nicht, sagt Lil Wayne in einem Interview der Nachrichtenagentur AP. Er habe gerade die Aufnahmen für sein nächstes Album “I Am Not A Human Being II“ beendet, und nun seien Arbeiten für ein Album seines Labels Young Money an der Reihe. Und als echten Streit könne man die Differenzen mit Pusha T auch nicht bezeichnen. “Ich habe einfach nur reagiert. Ich entschuldige mich nicht dafür, denn ich bin nur ein Mensch. Ich nehme das nicht zurück. Aber das ist kein Streit. Streit ist etwas ganz anderes. Ich schaue nach vorn.“

So wirkt Musik auf unseren Körper

So wirkt Musik auf unseren Körper

Für sein Modebewusstsein ist Lil Wayne bekannt. Ob er sich selbst wohl als den modischsten Rapper bezeichnen würde? Nein, das tue er nicht, sagt er. “Wenn ich jemanden als modischsten Rapper bezeichnen müsste, dann würde ich auf jeden Fall sagen, das wäre ein Kanye West oder ein Andre 3000.“ Sein Stil habe sich entwickelt - “jetzt trage ich, was immer gerade zu mir passt. Ich glaube, das ist einfach das Alter“, sagt der 29-Jährige.

Seine Modekollektion ist vom Skateboardfahren inspiriert. Wie kam er gerade zum Skateboardfahren? “Skaten hat so viele Stile. Wenn du ein Skateboard nimmst, merkst du, dass es kein Hobby ist, kein Sport, es ist ein Lebensstil. Ich liebe eine Herausforderung. Es macht höllisch Spaß hinzufallen und etwas nicht hinzukriegen, und dann irgendwann packt man es. Das ist, als ob man ein Mädchen umwirbt, das hundert Mal Nein gesagt hat, und schließlich sagt sie Ja. So fühlt es sich jedes einzelne Mal an.“

Politisches Engagement vor Präsidentenwahl

Und wie kam er dann zur Skateboard-Mode? “Das ist mir von meinen Freunden und Kollegen nahegelegt worden. Die sagten: 'Alter, du hast einen eigenen Kleidungsstil, und die Leute folgen dem. Du solltest wohl deine eigene Kollektion haben.' Und genau so einfach war es dann.“ Dabei tritt er, anders als manche Rapper-Kollegen, öffentlich aber kaum als Geschäftsmann auf. “Ich finde, Geschäfte sollten nicht in der Öffentlichkeit abgewickelt werden. Und sie sollten nicht in den Zeitschriften behandelt werden. Geschäfte sollten in einem Raum abgewickelt werden unter den Leuten, mit denen man Geschäfte macht. Und so handhabe ich meine Geschäfte. Sobald ich aus dem Raum komme, bin ich wieder der, der ich bin. Und deswegen wirke ich nicht wie der Geschäftsmann.“

Bei allem Geschäftssinn ist ihm eines allerdings noch wichtiger: die Musik. “Ich kann ehrlich sagen, dass meine Musik immer größer als meine Business-Seite sein wird. Weil ich von Natur aus Musiker bin. Ich muss nicht bezahlt werden, ich muss nicht einmal Geschäfte haben. Ich werde trotzdem Musik machen. Das wird immer mein größeres Ding sein. Business ist Business. Und Musik ist Leben.“

Zuletzt nun noch eine Frage, die auf die Politik abzielt: In den USA ist gerade Präsidentenwahlkampf, im November entscheidet sich, ob Amtsinhaber Barack Obama wiedergewählt oder von seinem Herausforderer Mitt Romney abgelöst wird. Wird Lil Wayne aktiv, wird er seine Fans aufrufen, wählen zu gehen? “Das werde ich tun. Das kommt vom Alter, und das kommt von meinem Urlaub auf Rikers Island (einem Gefängnis in New York, in dem er 2010 eine Haftstrafe verbüßte). Jetzt weiß ich, wie wichtig es ist zu wählen, wie wichtig Wahlen und all das sind. Trotzdem weiß jeder, dass das Leben das Leben bleibt, egal, wer Präsident ist.“

dapd

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