Juan Carlos zeigt sich wieder

Spaniens König ins öffentliche Leben zurückgekehrt

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Spaniens Königspaar Juan Carlos (l.) und seine Frau Königin Sofia (r.) werden durch den spanischen Verteidigungsminister Pedro Morenes begrüßt.

Valladolid - Spaniens König Juan Carlos ist sieben Wochen nach seiner umstrittenen Elefantenjagd in Afrika unter großem Beifall der Bevölkerung in die Öffentlichkeit zurückgekehrt.

Der 74-jährige Monarch nahm am Samstag in Valladolid im Nordwesten des Landes an einer Feierstunde zum "Tag der Streitkräfte" teil. Der mit einer militärischen Uniform bekleidete König trat bei dem Festakt erstmals seit längerer Zeit zusammen mit Königin Sofía öffentlich in Erscheinung.

Das Königspaar wurde vom Publikum mit Beifall begrüßt. Juan Carlos hatte im April an der umstrittenen Elefantenjagd in Botsuana teilgenommen und sich in seinem Quartier die Hüfte gebrochen. Die spanische Presse berichtete danach von gravierenden Eheproblemen im Madrider Königshaus. Sofía hatte ihren Mann erst drei Tage nach der Hüftoperation im Krankenhaus besucht.

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In Valladolid, der Hauptstadt der Region Kastilien-León, stützte Juan Carlos sich beim Gehen auf eine Krücke. Der 45-minütigen militärischen Zeremonie wohnte er im Stehen bei. Der Monarch scherzte später mit Journalisten: "Wer weiß, ob Ihr das so durchgehalten hättet?" Kronprinz Felipe, der zusammen mit Prinzessin Letizia, ebenfalls an den Festakt teilgenommen hatte, witzelte nach Medienberichten vom Sonntag: "Der König hat sich selbst einem Härtetest unterzogen."

Die Feierstunde des Militärs stand ganz im Zeichen der Sparpolitik der spanischen Regierung. Das Budget war auf 200 000 Euro beschränkt. Im vorigen Jahr hatte Spanien sich den Festakt 1,3 Millionen Euro kosten lassen.

dpa

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