Schleichwerbung? ZDF prüft Film mit Dennenesch Zoudé

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Darum geht's bei den Schleichwerbungs-Vorwürfen: Dennenesch Zoudé stellt ihr Parfüm "Iwalewa" vor.

Mainz - Ein neuer Verdacht von Schleichwerbung beschäftigt das ZDF. Im Mittelpunkt: Die Schauspieler Dennenesch Zoudé und Hardy Krüger sowie ein Parfüm.

Zoudé (44), die neben Hardy Krüger senior im Film “Familiengeheimnisse“ (7,24 Millionen Zuschauer) am Sonntag mitwirkte, präsentierte darin ein Parfüm, dessen Logo auffällig dem ihrer Kosmetikserie aus dem echten Leben ähnelte. Nach Angaben eines ZDF-Sprechers vom Mittwoch beschäftigt sich nun die “Clearingstelle“ des Senders mit dem Fall. Zoudés Agentin Renate Landkammer sprach davon, es habe “keine Absicht“ vorgelegen.

“Wir hätten dies nicht akzeptiert, wenn wir davon gewusst hätten“, sagte der ZDF-Sprecher weiter. Auf der Homepage der Firma Body Cosmetics International GmbH wirbt Zoudé für ihre Kosmetikserie vor dem Logo mit einer goldenen Akazie vor grauem Hintergrund und dem Schriftzug “Iwalewa - Essence of Africa“. Im Film ist auf dem Parfüm- Logo auch eine goldene Akazie vor grauem Hintergrund zu erkennen. Dort heißt das Produkt aber “Ayana“. Landkammer sagte, die “Schirmakazie“ sei ganz allgemein ein Symbol Afrikas. Man habe für diesen Zweck keinen Affenbrotbaum oder Elefanten auswählen können, weil diese andere Assoziationen weckten.

Geheimnisse aus der "Lindenstraße"

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Vom ZDF hieß es, dass dem Sender eine Verbindung von Fiktion und Wirklichkeit nicht aufgefallen sei, weil es sich bei Zoudés Kosmetik um kein “bekanntes Markenprodukt“ handele. Laut Rundfunkstaatsvertrag ist es den Sendern untersagt, Produktplatzierung gegen Geld vorzunehmen; und wenn gesponserte Produkte in einem Film verwendet werden - beispielsweise Autos - muss dies im Filmabspann ausdrücklich erwähnt werden. Zumindest dies ist nicht geschehen.

Der Film “Familiengeheimnisse“ wurde inszeniert von Zoudés Ehemann Carlo Rola. Produziert wurde er von Oliver Berben und seiner Firma Moovie the art of entertainment. Zumindest einmal wurde Berben schon kritisch beobachtet, als in einer Israel-Dokumentation beim ZDF seiner Mutter Iris im Jahr 2004 auffällig oft ein Geländewagen eines deutschen Autokonzerns durchs Bild kurvte. Demnächst steht der Produzent wieder im ZDF auf dem Programm: Am 31. Januar soll der Film “Meine Familie bringt mich um“ laufen - mit Iris Berben.

Die öffentlich-rechtlichen Sender haben in den vergangenen Jahren wiederholt wegen nicht erlaubter Werbung in der Kritik gestanden: Zum Beispiel die ARD und ihre Serie “Marienhof“ und auch das ZDF, als Andrea Kiewel in einer Talkshow auf ein Diätunternehmen hinwies, mit dem sie vertraglich verbunden war. Der Sender trennte sich darauf von der Moderatorin. Inzwischen hat sie wieder den ZDF-“Fernsehgarten“ übernommen.

dpa

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