Jeder kennt seinen größten Hit

Schlagerstar Gus Backus ist tot - Sein Sohn erklärt, wie er gestorben ist

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Trauer um Gus Backus.

Trauer in der Musikwelt: Schlagerstar Gus Backus ist tot. Er starb in Germering bei München im Alter von 81 Jahren. Jetzt äußert sich sein Sohn.

Update vom 1. März 2019: Gus Backus‘ Sohn Jeffrey hat gegenüber Das neue Blatt erklärt, wie sein Vater gestorben ist. „Mein Vater ist friedlich eingeschlafen“, so der 48-Jährige mit trauriger Stimme. „Er war mein Superheld. Nicht nur wegen der Musik war er für mich ein ganz Großer.“

Schlagerstar Gus Backus ist tot: Jeder kennt seinen größten Hit - Wunsch für Beerdigung wird erfüllt

Unser Artikel vom 22. Februar 2019:

Germering bei München - Schlager-Star Gus Backus ist tot. Der gebürtige Amerikaner starb am Donnerstag nach langer schwerer Krankheit in Germering bei Bayern. Backus wurde 81 Jahre alt. In Deutschland wurde der Sänger in den 1960er und 1970er Jahren unter anderem mit Hits wie „Brauner Bär und weiße Taube“, „Da sprach der alte Häuptling der Indianer“ und „Der Mann im Mond“ berühmt. 

Gus Backus am Anfang seiner Karriere.

Gus Backus kam in den 1950ern nach Deutschland

Geboren in New York unter dem Namen Donald Edgar Backus kam der Sänger Mitte der 1950er-Jahre als US-Soldat nach Wiesbaden . Neben mehreren Chart-Erfolgen in Europa und in den USA hatte Backus auch Engagements als Schauspieler. Seinen berühmtesten Auftritt hatte er in der österreichischen Filmkomödie „Unsere tollen Tanten“ (1961) mit seiner „Sauerkraut Polka“.

Video: Gus Backus ist tot

Schlagerstar Backus hatte vier Kinder und vier Frauen

1973 kehrte Backus dem Showgeschäft den Rücken und ging in die USA zurück, wo er unter anderem als Vorarbeiter auf Ölfeldern in Texas arbeitete. In Deutschland, wo er seine Frau Heidelore und zwei Kinder zurückließ, galt er zeitweise als verschollen. In den 1980er Jahren kehrte Backus nach Deutschland zurück und versuchte sich an einem Comeback. An den Erfolg von früher knüpfte er aber nie mehr an. 

Nie mehr USA: Backus war gegen Rassismus

In seinem Geburtsland war er zuletzt 2010. Die aktuellen politischen Verhältnisse und vor allem die jüngsten rassistischen Ausschreitungen in den USA waren ihm ein Dorn im Auge. Zumal Gus Backus 1957 mit The Del-Vikins als erster Weißer unter drei Schwarzen in einer Band spielte - eigentlich undenkbar für die damalige Zeit - und damit gleich zwei Top-Ten-Notierungen in den US-Charts verbuchte. Noch immer hängt die Goldene Schallplatte an einem Ehrenplatz im Wohnzimmer.

Aus dem Showbusiness endgültig zurückgezogen hat sich Backus vor über vier Jahren. Sein letzter Auftritt war beim Benefizkonzert zugunsten der Hochwasseropfer in Simbach. Reich war er nicht, doch zufrieden mit seiner kleinen Eigentumswohnung in Germering, wo er bis zuletzt mit seiner Frau lebte. Backus hinterlässt vier Kinder. Er war viermal verheiratet, das vierte mal erneut mit seiner ersten Frau Heidelore. 

Zu seinem 80. Geburtstag hat Merkur.de ein Porträt von dem Sänger veröffentlicht, der nun nicht ganz eineinhalb Jahre später verstarb. Hintergründe zu seiner Krankheit nannte die Familie nicht. Eine große Trauerfeier ist nicht geplant. Backus werde im engsten Familienkreis beigesetzt, sagte seine Tochter. „Das war sein Wunsch.“

vg/dpa

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