Der Ex-Harry-Potter weiß um die Tücken des Ruhms

Radcliffe würde seinen Nachwuchs vor dem Rampenlicht bewahren

München - Wenn Daniel Radcliffe Kinder hätte, würde er ihnen am liebsten untersagen, Schauspieler zu werden. Denn der Schauspieler weiß, wie gefährlich es sein kann, jung und berühmt zu sein.

„Es wäre verlogen, wenn ich ihnen das als Ex-Harry-Potter verbieten würde. Wenn Sie mich aber fragen, ob ich mir für meine Kinder wünsche, dass sie berühmt werden, dann lautet die Antwort definitiv Nein“, sagte der britische Schauspieler Daniel Radcliffe der „Süddeutschen Zeitung“ vom Wochenende. „Ich fände es toll, wenn ich mal Kinder hätte, die im Filmgeschäft arbeiten, aber nicht unbedingt als Schauspieler.“

Die Absturzgefahr ist zu groß 

Er habe verdammt viel Glück gehabt, erläuterte Radcliffe der „Süddeutschen“. „Die Wahrscheinlichkeit, dass man abstürzt, gerade wenn man jung berühmt wird, ist sehr hoch. Zugespitzt gesagt, bin ich schon sehr froh, dass ich jetzt hier neben Ihnen sitzen kann und ein stilles Wasser trinke, anstatt mir Heroin zu spritzen.“

Als Kinderstar werde man ständig „mit der Erwartungshaltung von fremden Menschen konfrontiert“, sagte Radcliffe, die glaubten zu wissen, wer man sei. „Aber sich selbst kann man nur entdecken, wenn man auch ein bisschen Privatsphäre hat. Ich hatte das Glück, dass mein Umfeld mir diese Momente so gut wie möglich verschafft hat.“ Sobald man sich mit der Rolle verwechsle, werde man irre. „Meine Eltern haben mich da ganz gut durchgeschleust, aber wenn ich mal Kinder habe, möchte ich ihnen das ungern zumuten.“

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dpa

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