Paul Breitner kommt bei Katzenberger das Kotzen

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Paul Breitner (2.v.r.) und Daniela Katzenberger (2.v.li.) am Dienstagabend in der ZDF-Show " Markus Lanz".

Mainz - FC-Bayern-Legende Paul Breitner ist ein Freund der klaren Worte. Dieses Mal bekam TV-Blondine Daniela Katzenberger in der ZDF-Show "Markus Lanz" ihr Fett weg. Das Zoff-Protokoll:

Dabei fing es so harmlos an: Markus Lanz ließ die VOX-Selbstdarstellerin ("Natürlich blond") seicht über ihre Karriere daherplappern. Dann hatte aber Paul Breitner seinen großen Mecker-Auftritt: Auf die Frage des Moderators, ob er schon mal eines von Katzenbergers TV-Formaten gesehen habe, antwortete Breitner mit einem doppelten "Nein!".  Um dann nach einer kurzen Pause hinterherzusetzen: "Weil mir ähnlich dem, was über Twitter passiert, einfach mittlerweile das Kotzen kommt, wenn ich seh', was die Leute alles tun, um ja irgendwo Schlagzeilen zu haben. Um ja jeden Hintern aus dem Fenster zu heben, damit sie irgendwas zum Twittern haben."

Als Breitner loslegt, blickt die Katzenberger zunächst betreten zu Boden. Und die FC-Bayern-Legende ist bei ihrer Abrechnung mit der TV-Blondine nicht zu bremsen: "Daniela Katzenberger ist der Zug der Zeit, dass jeder einfach partout sein Glück darin sucht, unbedingt ins Fernsehen zu kommen. Unbedingt vermeintlich berühmt zu werden. Dafür essen die Hundekacke. Dafür machen die alles. Es ist zum Kotzen. Ich find's widerlich zum Teil. Pervers."

Katzenberger versucht die Fassung zu wahren. Streicht sich durch die Haare. Presst ein gekünsteltes Lächeln heraus. Doch man muss kein Psychologe sein, um zu erkennen: Breitner hat die Pfälzerin  ziemlich aus der Fassung gebracht. Sie kommentiert: "Isch glaub', das war die Retourkutsche für den Anzug."

Aber hat es Breitner wirklich so sehr gefuchst, dass die TV-Blodnine seinen Anzug zu Anfang der Sendung - eigentlich lobend - kommentiert hatte? Für die Fußballlegende ist dieser Rechtfertigungsversuch totaler Quatsch: "Wissen Sie, ich brauche keine Retourkutsche auf irgendetwas, was Sie da sagen."

Katzenberger fällt Breitner ins Wort: "Das war doch nur Spaß. Man soll doch nicht immer alles so ernst nehmen."

Doch die Bayern-Ikone ist nicht zu bremsen: "Schauen Sie, das Problem ist, dass man Sie ernst nimmt. Und dass jeder sich noch weiter aus dem Fenster lehnen will - die jungen Leute - damit sie irgendwo noch mal ihren Schädel irgendwo haben. Und das nimmt Züge an, von denen ich einfach sagen muss: Bei mir hört's da auf."

Katzenbergers wenig logische Antwort "Das sind aber meistens die Leute, die nur vorbeizappen" lässt Breitner kalt. Mit einem gnadenlosen Blick fixiert er das TV-Sternchen, das noch verzweifelt hinzufügt. "Isch guck' ja auch kein Fußball."

In diesem Moment springt Schriftsteller und "Kicker"-Kolumnist Frank Goosen der Katzenberger bei. "Interessant ist ja immer, wenn der Vorwurf von Leuten kommt, die auch ganz gerne ins Fernsehen gehen."

An Katzenberger gefällt Goosen, dass sie durchaus Selbstironie besitze. "Sie nimmt sich nämlich gar nicht so ernst." Goosen bekennt auch, das er sich ihre Sendung ganz gerne ansehe. "Es ist eine angenehme Unterforderung, die ja oft mit Unterhaltung einhergeht." Außerdem: "Sie hat meines Wissens noch keine Hundekacke im Fernsehen gegessen." Im Gegensatz zu jenen Leute, die ins Dschungelcamp gehen, fügt der Autor an.

Allerdings liegt Gooosen mit seiner Einschätzung ein wenig daneben: Auch im Dschungelcamp hat noch kein Teilnehmer Hundekot gegessen.

Was meinen Sie? Hat Breitner mit seiner Kritik Recht? Oder sollte man Katzenbergers Auftritte etwas milder beurteilen?

fro

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