Kalkofe: Harter Job dank schlechtem TV

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Oliver Kalkofe kritisiert das Fernsehprogramm.

Hamburg - Nichts zu lachen: Für deutsche Comedians wird das Parodieren laut Komiker Oliver Kalkofe immer schwieriger. Das liegt vor allem am miserablen TV-Programm.

TV-Kritiker und Komiker Oliver Kalkofe (44) hat es schwer: Das Fernsehprogramm werde zwar immer schlechter, doch das Material für Parodien nehme ab. “Das Fernsehen ist so flüchtig geworden und alles so austauschbar. Wo kann man da ansetzen?“. Vielleicht bei den Soaps und Telenovelas, die rascher vergessen als auf den Bildschirm gekommen sind? Beim wuchernden Reality- Fernsehen? Das hasst Kalkofe wie sonst nur die GEZ-Werbespots: ““Bonanza“ war früher eine ehrliche Sache. Unecht natürlich auch, aber jeder wusste das und hat “Bonanza“ nicht mit der Wirklichkeit verwechselt. Reality-TV tut aber so, als spiegele es die Realität, und ist damit viel unechter als “Bonanza“, “Lindenstraße“ und “Traumschiff“ zusammen.“

Es fehlen echte Charaktere

Doch es sei schwierig, dies satirisch in den Griff zu bekommen. Es mangele zunehmend auch an Personen, die eine saftige Satire lohnten - früher sei das einfacher gewesen: Von der Sex-Ratgeberin Erika Berger bis zum Volksmusik-Präsentator Karl Moik reichte das Repertoire, doch die gibt es gar nicht mehr. Genau das sei die Krux, meinte Kalkofe. Es sei zudem unglaublich schwierig geworden, die eigenen Ideen in der heutigen TV-Bürokratie durchzusetzen. So macht Kalkofe derzeit eine schöpferische TV-Pause.

Mattscheibe, Wixxer und Volles Programm

Seine bisher bei ProSieben angesiedelte “Mattscheibe“ soll zwar wiederkommen, doch wann und bei welchem Sender ist noch unklar. Auch einen dritten “Wixxer“-Film aus der Kino-Reihe soll es geben. Bis dahin tourt Kalkofe über Deutschlands Bühnen. Titel: "Volles Programm". TV-Parodien von 1960 bis 1990 - "aus der Zeit, als das Fernsehen zwar auch nicht besonders gut war, wenigstens aber noch gut sein wollte“, so Kalkofe.

dpa

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