Matthias Steiner kämpft mit Schulkindern

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Matthias Steiner rangelt mit Schülern der 3. und 4. Klasse im Sportunterricht der Adolf-Reichwein-Schule in Göttingen.

Göttingen - Olympiasieger Matthias Steiner geht in Kampfstellung und spannt die mächtigen Muskeln an. Mareike und Anita gucken ernst, volle Konzentration. Dann geht's los.

Mit vereinten Kräften versuchen die beiden zehnjährigen Mädchen den Olympiasieger von der Weichbodenmatte zu drücken. Steiner (27) wehrt sich, drückt zurück. Die Schülerinnen geben alles. Der Gewichtheber ächzt, kommt aus dem Gleichgewicht, macht einen Schritt und steht neben der Matte. “Ihr seid die Sieger“, sagt der stärkste Mann von Peking lachend. Als Sportlehrer für einen Tag hat das Bildungsmagazin “Focus Sc

hule“ Steiner in die Göttinger Adolf-Reichwein-Grundschule geschickt. Sein Besuch ist Teil der Initiative “Stars in der Schule“, mit der das Magazin und die Techniker Krankenkasse besonderes Engagement von Bildungseinrichtungen würdigen wollen. Die Klassen 3c und 4c in Göttingen hatten die Jury mit einem Projekt zur Gewaltprävention überzeugt.

In der Turnhalle hockt sich Steiner zu Beginn in den Sitzkreis zwischen die Kindert. “Guten Morgen Herr Steiner“, rufen die Schüler. Dann Warmlaufen. Der Olympiasieger im schwarzen Dress des US- Basketballteams Chicago Bulls immer vorweg: Vorwärts, rückwärts, seitwärts, Hopserlauf. Für alles weitere hat Steiner Stationen aufbauen lassen, an denen die Dritt- und Viertklässler ihre Kräfte mit ihm messen können: Eine Art Tauziehen mit Turnbändern, Sumokampf, Medizinballstoßen.

“Man ist der stark“, sagt Jeremy (8). Lukas (9) imponieren vor allem “die dicken Oberarme - und dass der so nett ist“. In der Schule habe er zwar noch nie unterrichtet, sagt der Vater eines kleinen Babys hinterher. Aber er habe Freunde mit Kindern im Grundschulalter. “Da bin ich dann immer fürs Spielen und Raufen zuständig“.

dpa

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