Mit "Alphatier"

Westernhagen geht auf Club-Tournee

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Marius Müller-Westernhagen

Berlin - Marius Müller-Westernhagen geht wieder auf Tour. In Berlin plaudert er über sein neues Album, Lou Reed und soziale Netzwerke.

Der ehemalige Stadion-Rocker Marius Müller-Westernhagen (64) hat sich für sein neues Album eine kleine Kulisse ausgeguckt. „Alphatier“ will er im April 2014 auf einer Tour durch Clubs vorstellen. Auf zwölf Konzerten in Deutschland, Österreich und der Schweiz soll das Publikum die neue Platte live hören, bevor sie veröffentlicht wird. Auftakt ist in Hamburg, das Finale in Berlin.

Zur Vorstellung am Montag in einem Berliner Salon saß „MMW“ mit Sonnenbrille, Ohrringen und Weste vorm Kaminfeuer. Nach Jahrzehnten im Geschäft und mehr als 20 Alben wirkt der Rocker („Sexy“), der im Dezember 65 wird, locker und nicht müde. „Motivation war bei mir nie das Problem.“ Fünfmal die Woche mache er Sport, Krafttraining und Laufen.

Dass einer seiner Songs von Heino gecovert wurde, nimmt Müller-Westernhagen gelassen: „Singe, wem Gesang gegeben.“ Da müsse man drüberstehen.

Zum Tod der Musiklegende Lou Reed sagte er, das sei ein großer Verlust: „Er war ohne Zweifel einer meiner Heroes.“ Die jungen Musiker heute findet Müller-Westernhagen gut: Die Qualität sei viel höher als zu seinen Anfangszeiten. „Wir konnten nicht spielen“, erinnert er sich.

An seiner Privatsphäre liegt dem Musiker viel. Soziale Netzwerke sieht er mit gemischten Gefühlen. „Leider ist das Internet nicht nur in den Händen intelligenter Menschen.“

Er ist kein Freund von den vielen gezückten Foto-Handys bei Konzerten. „Es ist störend, ganz ehrlich.“ Verhindern könne man es nicht. Überlegt werde, in welcher Form die Leute bei der Tour ihr Handymaterial bekommen.

Seine letzte Studioarbeit „Williamsburg“ war im Jahr 2009 erschienen. Die neuen 14 Songs spielte er wieder in New York ein, wobei er von seinen Musikerkollegen augenzwinkernd schwärmte: „Wenn man unsere gegenseitigen E-Mails liest, denkt man, da schreiben sich Homosexuelle.“

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Zur Clubtour sagte Müller-Westernhagen, es werde keine Hitparade geben. Es gehe darum, die neuen Songs live zu spielen. Geplant sind Shows, bei denen die Fans nah dabei sind. „Ich will es einfach haben, wie es mal war.“

dpa

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