Max Mara und Fausto Puglisi

Mailänder Modewoche mit Eleganz und Religion

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Grau in Grau: Die Entwürfe, die Max Mara auf der Mailänder Modewoche vorstellte, zeigen kaum farbliche Kontraste. Foto: Luca Bruno

Die Designer nutzen die Mailänder Modewoche, um gesellschaftlich ein Zeichen zu setzen. Während Max Mara ein Model mit Kopftuch auf den Laufsteg schickt, spielt Fausto Puglisi mit der Symbolik eines Priestergewandes.

Mailand (dpa) - Die italienische Eleganz? Es gibt sie noch. Zurückgebracht auf den Laufsteg wurde sie nun bei Max Mara. Auf der Mailänder Modewoche präsentierte das Label die Trends für die Saison Herbst/Winter 2017/18.

Das Modehaus zeigte lange flauschige Mäntel aus Kaschmir oder Alpaka, Zopfstrick-Pullunder, weite Samthosen, seidene Bleistiftröcke, leicht durchschimmernde Rollkragenpullis. Die Max-Mara-Kollektion baut auf nur wenigen Elementen auf. Die einzelnen Looks waren Ton-in-Ton gehalten: Rot, Grau, Karamell und Cognac sowie Schwarz. Und fast alle Teile lassen sich miteinander kombinieren.

Unter den Models stach eines besonders heraus: Halima Aden. Wie schon beim Laufsteg-Debüt Mitte Februar in New York absolvierte die Muslimin auch diese Show mit Kopftuch. Am Mittwoch lief sie schon bei Alberta Ferretti. "Sie sendet ein Signal an alle Frauen der islamischen Welt, die von einem anderen Leben träumen", so zitiert der "Corriere della sera" die Designerin.

Auch bei Fausto Puglisi ging es um Religion, allerdings um die katholische. Und wenn dann unter dem langen Priestergewand Strapse hervorblitzen, ist das Bild "Heilige trifft Hure" schnell erschaffen. Auch die Röcke, halb Mini, halb Maxi, spielen mit diesem Kontrast, ebenso die von Korsagen entliehenen Schnürungen auf dem Rücken schlichter Mäntel.

Die Eleganz des Schmetterlings beflügelte Francesco Scognamiglio für seine Kollektion. Ihre Maserungen werden in Muster übersetzt, ihr Flügelschlag als wippender Volantsaum an Röcken umgesetzt.

Camera nazionale

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