Lauterbach: Keine Angst vor Schwulen-Klischees

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Heiner Lauterbach.

München - Schauspieler Heiner Lauterbach hat keine Angst vor Schwulen-Klischees, wenn er für einen Film einen Homosexuellen spielt. Außerdem

Schauspieler Heiner Lauterbach hat keine Angst vor Schwulen-Klischees, wenn er für einen Film einen Homosexuellen spielt. „Das kann man nicht übertreiben“, sagte der 59-Jährige dem Magazin „Focus“. Lauterbach wird oft als Macho und Frauenheld betitelt. Im Kinofilm „Vatertage - Opa über Nacht“ schlüpft er nun in die Rolle des schwulen Vaters der Hauptfigur.

Er sei in Köln aufgewachsen und dort quasi „in diesen Kreisen“ groß geworden. Dabei habe er viele schwule Persönlichkeiten studieren können. „Dagegen ist das noch hochgradig zurückgenommen, was ich gespielt habe“, sagte der dreifache Vater über seine Nebenrolle. Der Film kommt am 13. September in die Kinos.

Auch für kleine Rollen ist er zu haben. „Ich würde noch die kleinste Rolle annehmen, wenn der Film gut ist“, sagte er. „Wir können gar nicht genug 'große' Schauspieler dabeihaben, damit endlich was vorangeht im deutschen Film!“

Es gebe, von Til Schweiger abgesehen, beim deutschen Film keine Stars mehr, für die die Leute in die Kinos gingen, kritisierte er. Ein Wettbewerb werde nur simuliert, denn die Filme müssten nichts mehr einspielen, „die sind doch subventioniert“. Wer an den richtigen Stellen sitze beziehungsweise die richtigen Kontakte habe, brauche überhaupt kein eigenes Geld.

dpa/dapd

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