Intime Einblicke: Marilyn Monroe ganz privat

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Marilyn Monroe verstarb vor 50 Jahren.

Emden - Als Sex-Symbol wurde sie gnadenlos vermarktet. Doch auf Fotografien zeigte sich Marilyn Monroe auch als verletzliche Frau. Ein deutsches Museum wirft einen Blick hinter die Kulissen.

Sie war Filmdiva, Pop-Ikone, Sex-Symbol und wurde durch ihren frühen Tod zur Legende: Marilyn Monroe verzaubert und fasziniert die Menschen auch ein halbes Jahrhundert nach ihrem Ableben immer noch. Die Sonderausstellung “Marilyn Monroe - Hinter den Kulissen“ erinnert an die schillernde Persönlichkeit und beleuchtet bislang unbekannte, ganz private Seiten - allerdings nicht in Metropolen wie Berlin, Hamburg oder Köln, sondern im Ostfriesischen Landesmuseum in Emden.

300 Exponate, darunter exklusive Fotos und persönliche Gegenstände der Schauspielerin, sind von Samstag (17. März) bis zum 24. Juni in Emden zu sehen. Marilyn Monroe wirkt verspielt, reflektierend, ambitioniert und auch verletzlich. Zur Eröffnung der Schau läuft die Deutschlandpremiere des für zwei Oscars nominierten Films “My Week with Marilyn“. Dem Star, bekannt durch Filme wie “Manche mögen's heiß“ und “Blondinen bevorzugt“, ist auch beim 23. Internationalen Filmfest Emden-Norderney (6.-13. Juni) eine eigene Filmreihe gewidmet.

Vor 50 Jahren starb Marilyn Monroe, geboren als Norma Jeane Mortenson oder Baker, im Alter von 36 Jahren. Um ihren mysteriösen Tod am 5. August 1962, aber auch um ihr Leben ranken sich zahllose Legenden. Allein die Gerüchte über eine Affäre mit US-Präsident John F. Kennedy beflügelten weltweit Fantasien. Laszive Natürlichkeit und ein bei Männern und Frauen angesagtes Schönheitsideal: “Dahinter brodelt der Konflikt zwischen selbstbestimmtem Leben und professioneller Vermarktung“, sagt Projektleiter Diethelm Kranz.

Marilyn Monroe ganz privat: Intime Einblicke in ihr Leben

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Zwei Serien bewegender Fotografien zeigen in Emden diesen Widerspruch auf: Erstmals in Deutschland ist dort die vollständige Serie exklusiver Fotos von Manfred Linus Kreiner zu sehen. Er hatte Monroe 1959 drei Tage hintereinander begleitet und auch in intimen Momenten abgelichtet. Die Monroe beim Schminken, beim Essen, am Telefon - und auch gerne mit Champagner. “Ein Sexsymbol ist ein Ding - und ich hasse es, ein Ding zu sein“, prangt als Original-Zitat über den Schwarz-Weiß-Fotos. “Die Aufnahmen waren lange verschollen und wurden erst vor wenigen Jahren wiederentdeckt“, sagt Kranz.

Gut zur zweiten Bilderserie des gefeierten Modefotografen Bert Stern passt auch das Monroe-Zitat: “Als Sex-Symbol hat man eine schwere Last zu tragen. Vor allem, wenn man müde, verletzt und enttäuscht ist.“ Die Akt- und Modeaufnahmen für die Zeitschrift Vogue aus dem Jahr 1962 kurz vor Monroes Tod wurden als legendäres “Last Sitting“ bekannt. “Die Schauspielerin war für ihren professionellen Umgang mit ihrem Image bekannt“, sagt Kranz. Bilder, die ihr nicht gefielen, verunstaltete sie mit einem großen X aus Nagellack. Doch sie gab auch Fotos frei, die sie nur wenig verhüllt mit einer großen Narbe am Bauch zeigen - Spuren einer Operation.

Über persönliche Gegenstände des Stars werden in der Ausstellung auch ein Stück Kultur- und Kinogeschichte und das Lebensgefühl der 50er und 60er Jahre lebendig. Der Mannheimer Sammler Ted Stampfer hat über Jahrzehnte hinweg persönliche Gegenstände des Stars gesammelt. An den lange eingelagerten Kleidungsstücken haben Rost und Motten teilweise ihre Spuren hinterlassen, die Farben sind verblasst - anders als der Ruhm der Filmdiva.

dpa

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