Frühgeburt-Simulator von Sim Characters

Erfindung bei „Die Höhle der Löwen“ rettet Leben - die Reaktion der Investoren schockiert

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Die Investoren von „Die Höhle der Löwen“ nehmen den Frühgeburten-Simulator von „Sim Characters“ genau unter die Lupe.

Bei der Präsentation eines Frühgeburten-Simulators wird es bei „Die Höhle der Löwen“ emotional. Doch die Reaktion der Investoren auf die Erfindung schockt die Zuschauer.

Köln - Es war eine der emotionalsten Momente in der aktuellen Staffel von „Die Höhle der Löwen“ auf Vox (18.09., 2015 Uhr). Die Firma „Sim Characters“ stellte ihre Erfindung „Baby Paul“ vor - ein lebensechter Frühgeburt-Simulator, mit dem Millionen Kindern, die zu früh auf die Welt kommen, das Leben gerettet werden kann. Doch die Reaktion der Löwen darauf schockiert die Zuschauer.

„Die Höhle der Löwen“ auf Vox: Baby Paul soll bei Frühgeburten helfen

“Sim Characters“ stellt seinen Frühgeburt-Simulator bei „Die Höhle der Löwen“ vor.

Bei der Erfindung von „Sim Characters“ handelt es sich um den weltweit kleinsten Patienten-Simulator. Baby Paul ist lebensecht und entspricht einer Frühgeburt der 27. Schwangerschaftswoche. Eine Million Euro verlangt die Firma von den Investoren bei „Die Höhle der Löwen“ mit zehn Prozent Firmenanteil. Baby Paul soll auf der ganzen Welt verkauft werden, hieß es in der Höhle der Löwen am Dienstagabend (hier die Highlights).

„Die Höhle der Löwen“: Baby Paul kann Frühgeburten das Leben retten 

“Sim Characters“ versucht, bei die „Höhle der Löwen“ mit ihrem Frühgeburt-Simulator zu überzeugen.

Eine Erfindung wie Baby Paul ist dringend nötig, damit Ärzte und Krankenschwestern den richtigen Umgang mit Frühgeburten lernen können. Jedes Jahr werden in Deutschland laut Ärzteblatt rund 60.000 Kinder zur früh geboren. Mit einer Quote von um acht Prozent ist Deutschland damit Spitzenreiter bei Frühgeburten in Europa. Wenn Kinder zur früh geboren werden, kann das Spätfolgen wie körperliche oder geistige Behinderungen haben.

Frühgeburt-Simulator bei „Die Höhle der Löwen“: Emotionale Momente bei den Investoren

„Die Höhle der Löwen“-Investorin Judith Williams reagiert emotional auf den Frühgeburt-Simulator von „Sim Characters“.

Der Frühgeburt-Simulator sorgt für emotionale Momente bei „Die Höhle der Löwen“. Vor allem bei Judith Williams kommen Gefühle hoch. „Alle meine Töchter mussten sechs Wochen früher geholt werden“, erzählt sie. Auch Frank Thelen zeigt sich begeistert von der Erfindung. „Sie sind mein Traum-Gründer und das hier ist mein Traum-Startup“, sagt er.

Schwierige Entscheidung bei „Die Höhle der Löwen“ zum Frühgeburt-Simulator

Vor der neuen Folge von „Die Höhle der Löwen“ zeigte sich die Firma „Sim Characters“ aufgeregt über die Präsentation ihres Frühgeburt-Simulators.

Auf die Begeisterung folgen dann allerdings viele Abers. Das Feld der Medizintechnik ist den Investoren von „Die Höhle der Löwen“ zu heikel. Kliniken seien schwierige Partner, nur wenige seien bereit, 50.000 Euro für einen Frühgeburt-Simulator auszugeben. Judith Williams fühlt sich zudem nicht qualifiziert genug: „Sie brauchen einen Investor, der genau versteht, was sie tun“. Das Ergebnis: Keiner der Löwen investiert in Baby Paul.

Keine Investition in Frühgeburt-Simulator bei „Die Höhle der Löwen“: Zuschauer geschockt

Das nicht in die lebenswichtige Erfindung zur Rettung von Frühgeburten investiert wurde, schockt die Zuschauer von „Die Höhle der Löwen“. Vor allem die Rekord-Investition von 1,5 Millionen Euro in eine Schlaftabletten-Firma regt viele auf. „Die Höhle der Löwen hat gestern gezeigt, woran unsere Gesellschaft krankt und woran sie kaputt geht - Rekord-Investment in eine medizinisch fragwürdige Schlafpille, aber keine Investition in einen Frühkind-Simulator“, kommentiert ein Twitter-User.

Frühgeburt-Simulator bei „Die Höhle der Löwen“: Investoren reagieren auf Ärger der Zuschauer

Dass die Zuschauer von der Ablehung des Frühgeburt-Simulators enttäuscht sind, lässt die „Die Höhle der Löwen“-Investoren nicht kalt. Dagmar Wöhrl meldete sich via Facebook. „Den Gründern wäre mit Geld nicht geholfen gewesen“, schreibt sie. Sie bräuchten eher Hilfe, die Krankenhäuser von der hohen Investition in den Frühgeburt-Simulator zu überzeugen. Auch Carsten Maschmeyer meldete sich über Twitter. „Mir fiel die Entscheidung wikrlich nicht leicht“, schreibt er.

Michaela Schaal

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