Angeblicher Vertrauer meldet sich zu Wort

Fakten und Gerüchte zu George Michaels Tod

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Trauer um George Michael in London.

London - Einige Tage nach seinen Tod wird immer noch diskutiert: Woran ist der ehemalige „Wham“-Sänger gestorben? Aber es gibt noch weitere offene Fragen und neue Geschichten über seine Großzügigkeit.

Am 1. Weihnachtsfeiertag wurde George Michael tot in seinem Bett gefunden. Seitdem laufen die Spekulationen: Was ist die Todesursache? Und was bleibt von ihm? 

Woran ist er gestorben? 

Wie Michaels Lebensgefährte, der Promi-Friseur Fadi Fawaz, auf Twitter mitteilte, fand er seinen Partner am Weihnachtstag „friedlich im Bett“. 

Gegenüber der britischen Zeitung „Daily Telegraph“ sagte Fawaz, er wollte Michael zum Weihnachtsessen abholen. „Alles war zuvor ziemlich kompliziert, aber George freute sich auf Weihnachten, genau wie ich.“ 

Wie George Michaels Manager mitteilte, starb der Musiker an Herzversagen – mit 53 Jahren. Was der Auslöser dafür ist, darüber wird jetzt spekuliert. Der „Daily Telegraph“ zitiert eine anonyme Quelle, die sagt, dass George Michael mehrmals in die Notaufnahme eingeliefert worden war: „Er nahm Heroin. Ich denke, es ist erstaunlich, dass er so lange überlebt hat.“ 

2006 war Michael in London wegen Drogenbesitzes verhaftet worden, ebenso 2008. 2010 wurde er sogar zu einer Haftstrafe verurteilt, weil er unter Drogeneinfluss seinen Auto in ein Londoner Geschäft gefahren hatte. 2011 war Michael wegen einer Lungenentzündung wochenlang in einem Wiener Krankenhaus behandelt worden. 

Das britische Boulevardblatt „The Sun“ hat die angeblich letzten Bilder von George Michael veröffentlicht. Diese stammen aus dem September und zeigen den Weltstar aufgedunsen und müde.

Wer war der Mensch hinter den Schlagzeilen?

Wie jetzt deutlich bekannt wurde, war George Michael ein sehr großzügiger Mensch. Er spendete tausende von Pfund an gute Zwecke. Michael soll aber darauf bestanden haben, dass das nicht bekannt wird. Wie der amerikanische Radiosenderverbund „NPR“ berichtet, soll Michael bei mehreren Gelegenheiten große Summen gespendet haben. So gingen die Einnahmen von „Don't Let the Sun Go Down on Me“ - sein Duett mit Elton John im Jahr 1991 – an eine Stiftung für HIV-Prävention. Die Gewinne aus dem Song „Jesus to a Child“ gingen an die Jugend-Telefonhilfehotline Childline. Mehrere Millionen seien das über die Jahre gewesen, sagte der Childline-Gründer der Nachrichtenagentur AP.

Auf Twitter berichten mehrere Nutzer ihre eigenen Geschichten über George Michaels Großzügigkeit. Der Radiomoderator Mick Brown schrieb, dass Michael jedes Jahr zur gleichen Uhrzeit bei seiner Oster-Spendensendung anrief und 100.000 Pfund spendete: 

Der Produzent der britischen Ausgabe von „Deal or no Deal“ berichtete, dass Michael einer Kandidatin 15.000 Pfund für eine Behandlung geschickt habe. 

Was bleibt von George Michael?

Neben dem Gedanken an seine Wohltätigkeit bleibt natürlich vor allem die Musik: Songs wie „Last Christmas“, „Careless Whisper“, „Wake me up Before You Go-Go“ oder „Faith“. Für viele Menschen war George Michael einer der talentiertesten Musiker der vergangenen Jahrzehnte. 

Doch auch für einen Teil einer bekannten amerikanischen Fernsehsendung ist George Michael wegweisend gewesen. Im Jahr 2011 haben er und der britische Moderator James Corden für die BBC einen Sketch aufgenommen, bei dem sie zusammen in einem Auto zur Musik des Radios sangen. 

Heute ist das Bestandteil von Cordens „Late Late Show“ im US-Fernsehen. Stars wie Mariah Carey, Elton John oder First Lady Michelle Obama nahmen bereits neben Corden Platz und sangen mit. Die Videos landeten sogar auf Youtubes Clips des Jahres 2016. Wer weiß – vielleicht wäre es dazu ohne George Michael nie gekommen.

bew

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