Depps Hunde: Ein Fall für die australische Justiz

+
Für Amber Heard und Johnny Depp gelten in Australien die selben Gesetze wie für andere auch. Foto: Ettore Ferrari

Es klingt nach einer Lappalie, doch der australischen Justiz ist es bitterernst: Wegen der illegalen Einfuhr von "Pistol" und "Boo" droht Johnny Depps Frau eine harte Strafe.

Sydney (dpa) - Die beiden Terrier von US-Schauspieler Johnny Depp (52) bleiben ein Fall für die Gerichte. Depp und seine Frau Amber Heard (29) hatten die Terrier Pistol und Boo im Frühjahr zu Dreharbeiten mit nach Australien gebracht und ignoriert, dass das Land strikte Quarantänevorschriften für Tiere hat.

Heard wurde als Halterin wegen illegaler Einfuhr der Vierbeiner angeklagt. Am Montag vertagte das Gericht in Southport an der Ostküste das Verfahren auf Antrag der Verteidigung erneut, wie Medien berichteten. Die nächste Anhörung ist am 7. Dezember. Heard erschien selbst nicht vor Gericht.

Der Fall hatte im April Schlagzeilen gemacht, weil viele Depp-Fans und Tierliebhaber die Reaktion des australischen Agrarministers empörte: Barnaby Joyce drohte, die Hunde einschläfern zu lassen, sollten sie nicht umgehend außer Landes gebracht werden. Depp und Heard ließen die Hunde umgehend ausfliegen. Der abgelegene Kontinent hat eine einzigartige Flora und Fauna und deshalb strikte Einfuhrregeln. Die Australier fürchten, dass Tiere Bakterien oder Keime einschleppen könnten, gegen die die heimischen Arten nicht gewappnet sind.

Dass Australien es ernst damit meint, zeigen auch die drakonischen Strafen: Heard könnte bei einem Schuldspruch theoretisch zu zehn Jahren Haft und einer hohen Geldstrafe verurteilt werden.

"Brisbane Times"

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.