Nach Eklat bei der Echo-Verleihung

Campino: „Arschloch bezieht sich nicht auf Böhmermann“

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Tote-Hosen-Frontmann Campino schimpfte am Freitagabend heftig gegen das „Böhmermannsche Zeitgeistgeplapper“.

Berlin - Nach seinem wütenden Statement bei der Echo-Verleihung am Freitag ist Tote-Hosen-Sänger Campino nun mit seinen Worten deutlich zurückgerudert.

Tote-Hosen-Sänger Campino fühlt sich nach seinen Äußerungen über Fernsehsatiriker Jan Böhmermann missverstanden. „In keiner Weise bezieht sich dieser Arschloch-Satz in diesem Moment explizit auf Böhmermann. An ihn habe ich gar nicht gedacht“, sagte der 54-Jährige in einem „Spiegel Online“-Interview. „Ich meinte nicht ihn als Person. Es geht um diese Art von Typen, die lächelnd und mit zynischen Gags versuchen, Leute klein zu reden, die sich engagieren.“

Campino hatte am Donnerstag bei der Verleihung des Musikpreises Echo in Berlin gesagt:„Lieber uncool sein als ein cooles Arschloch, das sich nicht konstruktiv einbringen kann.“ Unmittelbar davor hatte der Düsseldorfer von „Böhmermannschen Zeitgeistgeplapper“ gesprochen.

Daher war die Äußerung allgemein als Beschimpfung gegen Böhmermann (36) verstanden worden. Der Satiriker hatte kurz vor der Gala in seiner Sendung „Neo Magazin Royale“ von „seelenloser Kommerzkacke“ gesprochen, die der Echo immer wieder ehre. Dabei hatte er besonders den zweifach nominierten Sänger Max Giesinger aufs Korn genommen. Mit einem von Affen komponierten Lied, das beweisen soll, wie banal die deutsche Musikindustrie derzeit an seine Hits herangeht, belegt Böhmermann derzeit Platz Eins der deutschen iTune-Charts.

Bereits 2014 hatte Böhmermann sich über Campinos „Band Aid“-Projekt lustig gemacht. Der Tote-Hosen-Sänger war am Donnerstag zum Echo erschienen, um die Laudatio auf die Initiative Viva con Agua zu halten, die mit dem Sonderecho für soziales Engagement geehrt wurde.

kah/dpa

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