Bunga-Bunga-Ruby beim Opernball: "Ich kann nur Bauchtanzen"

Wien - Die Wiener High Society ist einiges gewöhnt, doch dieses Jahr schienen die Nerven blank zu liegen. Der Stargast auf dem Opernball 2011, die Berlusconi-Bekannte Ruby, konnte nicht einmal mal einen Walzer tanzen. Die Bilder:

Rummel um Ruby, teure Roben und ein Hauch der großen weiten Welt: Der Wiener Opernball 2011 präsentierte sich nobel-glamourös - und so bunt wie selten. Berlusconis “Bunga-Bunga“-Bekannte Ruby und der ägyptische Schauspieler Chaled Nabawi brachten eine Prise aktuelles Weltgeschehen in die altehrwürdigen Mauern der Staatsoper. Mit der friedlichen Revolution in seinem Heimatland hätten die Menschen sich selbst und die ganze Welt überrascht, sagte er.

“Ruby“: “Ich kann keinen Walzer tanzen“

Begeistert waren die Wienern nicht über den diesjährigen Stargast Ruby. Zumal “Ruby“ am Vorabend des gesellschaftlichen Großereignisses Reportern noch betont locker erzählt hatte, sie könne keinen Walzer tanzen, um dann nach einer Kunstpause verschmitzt hinzuzufügen: “Ich kann nur Bauchtanzen.“

Zwar hatte der Programmchef des ORF die Fernsehteams angewiesen, die 18-Jährige zu schneiden. Doch dann fingen die Kameras sie doch ein, als sie - kaum zu sehen wegen der Fotografen - auf dem Roten Teppich einschwebte. Später gab es noch einmal einen kurzen Schwenk zu ihrer Loge, in der sie mit dem österreichischen Baumogul Richard Lugner Platz genommen hatte. Lugner, in Wien oft auch nur “Mörtel“ genannt, sorgt seit Jahren für schillernde Stargäste beim Opernball. Zu seinen Gästen gehörten unter anderem das Party-Girl Paris Hilton und die Star-Stripperin Dita von Teese.

Opernball: Die Glamour-Welt zu Gast in Wien

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Der Musiker und Friedensaktivist Bob Geldof nutzte den geplanten Besuch des Walzerspektakels am Donnerstag für Gespräche mit Politikern zum Kampf gegen den Hunger. Trotz der großen Ziele ging auch an dem 59-Jährigen die Aufregung um die bildhübsche Ruby (18) als Opernball-Skandal 2011 nicht spurlos vorbei: “Sie schläft gerne mit älteren Männern, vielleicht habe ich auch eine Chance“, kalauerte er gegenüber der österreichischen Nachrichtenagentur APA.

Ruby zeigte sich jedoch auf dem Ball ganz ladylike im goldenen Kleid mit Pelzjäckchen und lächelte charmant-zurückhaltend in die Kameras. Sie wolle wieder eine ganz normale junge Frau sein, hatte sie schon nach ihrer Ankunft in Wien betont. Aus der Loge ihres Gastgebers, dem Society-Löwen Richard Lugner, beobachtete sie gemeinsam mit “Dallas“-Schauspieler Larry Hagman und Zachi Noy (“Eis am Stiel“) das Treiben auf dem Tanzparkett.

Bei der Eröffnung rückten die Organisatoren ganz getreu der Geschichte des Opernballs wieder die Künstler mehr in den Mittelpunkt. Erstmals in der Geschichte spielten die Wiener Philharmoniker, die lettische Sängerin Elina Garanca trieb mir ihrer Arie ihrer zuhörenden Kollegin Anna Netrebko im grünen Corsagenkleid die Tränen in die Augen. Statt wie einst der Zeremonienmeister riefen diesmal die als Gäste anwesenden Künstler das Eröffnungskommando “Alles Walzer“ in den Saal. Darunter neben Netrebko ihr Partner Erwin Schrott und erstmals Pianist Lang Lang. Der Ball erinnere ihn irgendwie an seine Heimat China, sagte Lang: “So viele Leute.“

dapd/dpa

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