Schauspieler ist bekennender Nichtwähler

Bleibtreu: "Bisher keinen Grund zum Wählen gesehen"

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Der Schauspieler Moritz Bleibtreu will seine Entscheidung, nicht zu wählen, überdenken,

Berlin - Für Moritz Bleibtreu gab es bis jetzt keinen Grund, wählen zu gehen. Um zu verhindern, dass radikale Kräfte an die Macht kommen, gibt der Schauspieler aber vielleicht doch wieder seine Stimme ab.

Moritz Bleibtreu (44) überdenkt seine Einstellung zum Wählengehen. „Bis jetzt habe ich einfach nie einen Grund dafür gesehen“, sagte der bekennende Nichtwähler und Schauspieler („Elementarteilchen“) der „Süddeutschen Zeitung am Wochenende“. Wahlen basierten für ihn stets auf dem Prinzip des kleineren Übels. „Ich kann ja nicht sagen, ich gebe meine Stimme etwas, das ich zwar scheiße finde, aber besser als etwas, was ich noch mehr scheiße finde.“ Das sei für ihn ein Widerspruch zur Freiheit des Individuums.

„Aber womöglich muss ich meine Meinung dazu jetzt sowieso ändern.“ Warum? „Wenn radikalere Kräfte sich in Deutschland über die Zehnprozentmarke mauscheln sollten, dann werde auch ich mich an die Urne stellen, um dagegenzuhalten.“

Bleibtreus aktueller Film „Die dunkle Seite des Mondes“ kommt am Donnerstag ins Kino. In der Verfilmung des gleichnamigen Romans von Martin Suter spielt er einen erfolgreichen Anwalt, dessen Leben auf einmal Kopf steht.

dpa

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