"Rebellenprinz"

Belgiens Prinz Laurent im künstlichen Koma

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Die Belgier sind besorgt um Prinz Laurent.

Brüssel - „Rebellenprinz“ Laurent machte schon häufiger Schlagzeilen. Nun sorgen sich die Belgier ernsthaft um seine Gesundheit. König und Königin sind an seiner Seite.

Prinz Laurent (50), Bruder des belgischen Königs Philippe, leidet an einer Lungenentzündung und wurde in ein künstliches Koma versetzt. Damit solle die Behandlung erleichtert werden, berichtete die belgische Nachrichtenagentur Belga mit Hinweis auf Informationen des Königspalasts. Laurents Zustand sei stabil.

Laurent ist seit Ende vergangener Woche Patient in einem Brüsseler Krankenhaus. Zunächst hatte es keine offiziellen Angaben zur Art seiner Erkrankung gegeben. König Philippe (53) kam bereits am Montag ans Krankenbett, seine Frau, Königin Mathilde, folgte am Dienstag.

"Schwarzes Schaf" der belgischen Königsfamilie

Der hünenhafte Laurent galt lange als exzentrisch und als „schwarzes Schaf“ der belgischen Königsfamilie. Seit der Thronbesteigung seines Bruders im vergangenen Juli übernahm er zahlreiche öffentliche Auftritte und wirkte dabei gereift.

Laurent ist mit Prinzessin Claire verheiratet und hat drei Kinder. Laurents Vater, Albert II., sei im Ausland und halte Kontakt mit Claire, berichtete Belga. Albert II. war im vergangenen Sommer zurückgetreten, der Ex-Staatschef führt aber weiter den Titel „König“.

Laurent hatte mit unkonventionellem Verhalten Skandale ausgelöst. So musste er nach einer umstrittenen Reise in die frühere belgische Kolonie Kongo der Regierung 2011 schriftlich versprechen, vor Auslandsreisen mit politischen Terminen das Außenamt zu kontaktieren. Er führt private Stiftungen, die dem Umwelt- und Tierschutz dienen.

dpa

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