Diversität am Land?

„Bauer sucht Frau“ bei RTL: Inka Bause spricht offen - es geht um Tabu-Thema

Die neue Staffel von „Bauer sucht Frau“ startet und Inka Bause plaudert aus dem Nähkästchen. Ein Wunsch der Moderatorin dürfte viele überraschen.

  • Am Montag (14. Oktober) startet die neue Staffel von „Bauer sucht Frau“ auf RTL.
  • Moderatorin Inka Bause (50) findet klare Worte - und bespricht das Thema Homosexualität.
  • Welche Besonderheiten die neue Staffel birgt, verrät die Schlagersängerin ebenfalls.

Köln - Viele Menschen denken bei „Bauer sucht Frau“ an Klischeebauern auf dem Land, die sich wenig durch Fortschrittlichkeit auszeichnen. Doch die Realität in den Landwirtschafts- und Viehbetrieben sieht heutzutage natürlich ganz anders aus, gerade in Sachen Technik macht vielen Bauern kaum jemand etwas vor. Doch es gibt auch einige Punkte, in denen sich Moderatorin Inka Bause mehr Modernität wünscht. Was treibt die Moderatorin an?

„Bauer sucht Frau“: Modernität versus Wunschdenken von Inka Bause

Eines ist für Inka Bause klar: Die Bauern von heute sind moderner denn je. „Vor 15 Jahren waren noch so skurrile Bauern dabei, bei denen ich dachte: ‚Oh Gott, sind die eigentlich schon irgendwann einmal in ihrem Leben vom Hof gekommen?‘“, erklärt Inka Bause im Interview mit spot on news, wie RTL berichtet. Heute seien die Bauern aber weit moderner und auch in sozialen Medien unterwegs. „Man merkt, dass der Landwirt mittlerweile unglaublich zeitgeistmäßig unterwegs ist“, erklärt die Schlagersängerin.

Doch während die Technik auch auf den Höfen der Bauern aufgerüstet wird, fehlt Inka Bause etwas ganz anderes bei „Bauer sucht Frau“. Erneut ist etwa keine Frau bei „Bauer sucht Frau“ auf Liebessuche. Die Moderatorin attestiert, dass es für Männer schwieriger sei, sich auf eine Person zu bewerben und dann abgelehnt zu werden. Inka Bause vermutet, dass Frauen sich nicht bewerben, um Männern die mögliche Ablehnung zu ersparen.

Inka Bause („Bauer sucht Frau“) spricht über Homosexualität und Transgender

Einen direkten Wunsch äußert die 50-Jährige in Bezug auf mehr Diversität: „Natürlich würde ich mich auch über mehr Bewerbungen von Homosexuellen und Transgender freuen“, erklärt sie im Interview, wie RTL berichtet. Doch noch heute würde das ländliche Umfeld anders denken, als das städtische. „Vermutlich ist es schwierig, nach der Sendung mit den Auswirkungen des leider manchmal nicht so toleranten Deutschlands auszukommen und auf dem Land weiterzuleben“, stellt Inka Bause in Bezug auf „Bauer sucht Frau“ klar.

Für sie sei diese Unterscheidung „schade“, aber wohl nicht zu ändern. „Wir sind halt nicht so aufgeschlossen und modern, wie wir es gern mal in den Medien propagieren und wie es in der Großstadt sicherlich ist.“ In diesem Zusammenhang attestiert sie gegenüber dem Reaktionsnetzwerk Deutschland eine „neue Spießbürgerlichkeit“.

Bauern würden nach solch einem öffentlichen Outing vor Millionen von Zuschauern Kämpe austragen müssen, die sie gar nicht alleine gewinnen können, erklärt die ausgebildete Sängerin. „Wir sind eben keine tolerante Gesellschaft mehr“, lautet die Schlussfolgerung der Blondine und weiter: „Bauern ticken anders.“ Das kann auch an die Existenz gehen - also steht mit „Bauer sucht Frau“ nicht nur das eigene Standing im ländlichen Umfeld auf dem Spiel.

15. Staffel von „Bauer sucht Frau“: Was gibt es Neues in der RTL-Show?

Trotz der jubiläumsträchtigen 15. Staffel wird sich bei „Bauer sucht Frau“ nichts fundamental ändern. Aber genug Besonderheiten gäbe es laut Inka Bause auch dieses Jahr. So wurden etwa einige „BsF“-Rekorde gebrochen: „Zum Beispiel hatten wir das heißeste Scheunenfest aller Zeiten mit bis zu 50 Grad Celsius bei der Produktion. Und wir hatten mit 28 Frauen so viele Frauen wie noch nie, die sich auf die elf Bauern beworben haben.“

Auch die Mischung der Bauern gefällt Inka Bause dieses Jahr besonders gut, es seien wieder viele Sympathieträger dabei. „Wir haben wie immer ein buntes Potpourri“, erklärt die gebürtige Leipzigerin. Ins Schwärmen gerät sie vorab schon über den Hof von Michael(30), der „einen der schönsten und modernsten Bauernhöfe überhaupt hat“.

„Bauer sucht Frau“ mit Inka Bause: Die diesjährigen Kandidaten überzeugen

Doch die aktuellen „Bauer sucht Frau“-Kandidaten generell überzeugen die Moderatorin: „Sie wissen ganz genau, was sie wollen und was sie nicht wollen.“ Daraus folgt für Inka Bause die Glaubwürdigkeit, die anderen Formaten fehlen würde.

Inka Bause moderiert „Bauer sucht Frau“ - und ist auch Sängerin. In einem Interview in Köln plaudert sie über Helene Fischer und sagt: „Sie hat es von mir!“, wie extratipp.com* berichtet. 

Kleine Skurrilitäten wird es aber natürlich auch weiterhin geben. „Wir wollen schließlich wirklich helfen und nicht nur einen auf ‚Der Bachelor‘ machen“, sagt Inka Bause, die bereits Geheimnisse über ihr Liebesleben verraten hat, abschließend. 

15.10.: „Bauer sucht Frau“-Alptraum in erster Folge: Warum hat Inka Bause nicht reagiert? Extratipp.com* berichtet. Auch ein anderer Skandal bahnte sich schon früh an. Denn zwei Kandidaten aus der RTL-Kuppelshow „Bauer sucht Frau“ mit Inka Bause sollen sich bereits gekannt haben. Das stößt auf Kritik, berichtet extratipp.com*. Während der Hofwoche rutscht Bauer Michael ein Satz raus, der Carina und Conny bei „Bauer sucht Frau“ weniger erfreut.

afp

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Rubriklistenbild: © dpa Gregor Fischer (Fotomontage)

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