Werner Hansch wusste seit langem von Alzheimer-Erkrankung

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Werner Hansch hat schon vor eineinhalb Jahren von Assauers Alzheimer-Erkrankung erfahren.

Köln - Sportmoderator Werner Hansch hat bereits vor eineinhalb Jahren erfahren, dass Rudi Assauer an Alzheimer leidet. Damals hatte er die ersten Anzeichen der Krankheit schon bemerkt.

Bei gemeinsamen Auftritten habe es damals „Situationen gegeben, wo mir klar wurde, dass irgendetwas mit seinem Kopf nicht stimmt“, sagte Hansch im Interview mit dem Radiosender hr1. Schließlich habe er sich ein Herz gefasst und seinen Freund Assauer direkt darauf angesprochen: „Rudi, ich glaube, irgendetwas ist nicht in Ordnung mit Dir, ich muss mit Dir jetzt mal darüber reden.“ Daraufhin sei Assauer ihm unter Tränen um den Hals gefallen.

Betroffen sei er in dieser Situation gewesen, erzählte Hansch, aber nicht überrascht: „Wenn Sie mit einem Menschen diskutieren und es fällt ein Name und nach einer Minute sagt er, wie hieß der nochmal, Werner, wer war das, dann dämmert es Ihnen, dass etwas nicht stimmt.“

Für Assauer sei es eine Erleichterung, dass seine Krankheit öffentlich geworden ist. Wichtigstes Motiv sei gewesen, mit Gerüchten um seinen Zustand aufzuräumen: „Viele haben hinter der Hand getuschelt, mit dem Assauer stimmt was nicht. Und viele von diesen Schlaubergern haben immer gesagt, er hat sich den Verstand weggesoffen. Das war es nicht, sondern es war die Krankheit, die seinen Verstand aufgezehrt hat.“

Rudi Assauer hat unterdessen sein erstes Fernsehinterview seit Bekanntwerden seiner Krankheit gegeben. In der ZDF-Sendung "Volle Kanne", sagte er, es gehe ihm ganz gut. „Im Grunde genommen hat sich nichts verändert. Ich kann laufen, ich kann gehen, ich kann alles machen - und das ist es dann“, sagte der 67-Jährige. Das Interview wurde nach ZDF-Angaben am Donnerstag aufgezeichnet und wird am Freitag (9.05 Uhr) ausgestrahlt. „Mir geht es gut“, wird Assauer weiter zitiert.

In „Volle Kanne“ wird Assauer 90 Minuten lang bei Ingo Nommsen zu Gast sein. Begleitet wird er von seiner Tochter Betty und seinem langjährigen Freund und Weggefährten, dem Sportkommentator Werner Hansch. Das ZDF zeigt außerdem am Dienstag (7. Februar, 23.15 Uhr) in seiner Reihe „37°“ ein Porträt des früheren Managers von Schalke 04.

sid/dapd

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