Fischfang und Konsum

Alexandra Cousteau kämpft für Erhalt der Ozeane

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Die Umweltaktivistin Alexandra Cousteau hat dazu aufgerufen, Fische viel verantwortungsvoller zu konsumieren. Foto: Christian Böhmer

Die Enkeltochter des französischen Forschers Jacques-Yves Cousteau hält das Erbe ihres Großvaters aufrecht. Sie warnt vor Überfischung der Meere

Paris (dpa) - Die Umweltaktivistin Alexandra Cousteau hat dazu aufgerufen, Fische viel verantwortungsvoller zu konsumieren. Im Handel und in der Gastronomie werden nach ihrem Eindruck "immer dieselben 15 Fischarten" angeboten. Das steigere das Risiko der Überfischung.

"Es gibt viel mehr Auswahl, es gibt kleine Fische, Sardinen oder Makrelen", sagte die 43-Jährige der Deutschen Presse-Agentur im Pariser Außenministerium anlässlich des Gastronomiefestivals "Goût de France".

Cousteau sagte, ihr Großvater, der legendäre französische Meeresforscher Jacques-Yves Cousteau (1910 bis 1997), habe noch intakte Ozeane erlebt. "Heute reicht eine Bewahrung der Meere nicht mehr aus. Wir müssen dazu kommen, die frühere Vielfalt wiederherzustellen", forderte Cousteau. Sie lebt nach eigenen Angaben mit ihrem Mann bereits seit fünf Jahren in Berlin - und damit nicht am Meer. Sie arbeite mit Umwelt-Organisationen zusammen wie beispielsweise Oceana.

Jacques-Yves Cousteau hat zahlreiche Bücher und über 100 Dokumentarfilme über die Unterwasserwelt hinterlassen. Zu seinen größten Erfolgen gehörte der Kinofilm "Die schweigende Welt", für den er 1956 bei den Filmfestspielen in Cannes die "Goldene Palme" erhielt.

Mit dem Gastronomiefestival präsentiert Frankreich noch bis zum Sonntag in über 150 Ländern der Welt seine Küche. In Deutschland nehmen laut Veranstalter 31 Restaurants teil, in Österreich sind es 26. Initiatoren sind das französische Außenministerium und der Starkoch Alain Ducasse.

Oceana zu Alexandra Cousteau (Engl.)

Seite Goût de France (Frz.)

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