Die Zuversicht bleibt beim WSC trotz des Nackenschlages

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Pascal Harder, Joel Simon, Jannik Prinz und Dennis Klossek beglückwünschen Mondrian Runde, der im Heimspiel gegen den TuS Altenberge gerade das Werner Führungstor erzielt hat.

Werne -  Der erste Ball, der auf das Tor von Sebastian Treppe kam, fand auch gleich den Weg ins Tor. Da waren im Spiel der Landesliga 4 zwischen dem abstiegsbdrohten Werner SC und dem Tabellenvierten TuS Altenberge 94 Minuten gespielt, wobei Schiedsrichter Markus Holtmann (Ascheberg) nur drei Minuten angezeigt hatte. Doch nach einem Foulspiel des eingewechselten Yannick Eisenbach ließ der Unparteiische noch einen letzen Freistoß ausführen...

Alterberges Keeper Wennig-Künne kam mit in den Strafraum und sorgte für große Konfusion nach der Hereingabe von Jakob Schlatt vor dem WSC-Gehäuse. Schließlich drückte der eingewechselte Jannik Roters den Ball über Linie. „Ich musste keinen Ball halten“, zeigte sich WSC-Schlussmann Sebastian Treppe verwundert, der beim Ausgleich aus sieben Metern machtlos war.

Dass der Werner SC ein weiteres Top-Team in der Rückrunde nach den Siegen gegen den Tabellenzweiten SV Mesum (3:1) und dem Dritten VfL Senden (3:0) an den Rand einer Niederlage hatte, war nach dem Schlusspfiff kein Trost.

Immerhin gewann der WSC-Trainer Lars Müller relativ schnell seine Zuversicht wieder: „Wer so spielt, steigt nicht ab“, sagte der Ex-Profi – und es klang eher analytisch als trotzig. Sein Team steht als Tabellen-13. weiter über den Strich und hat einen Zähler Vorsprung auf Westfalia Gemen und vier auf den Vorletzten SV Burgsteinfurt. Das ist am Sonntag der nächste Gegner.

Beim Sport Club war über 90 Minuten wieder eine hohe Disziplin erkennbar, die – flankiert durch die Grundtugenden Laufbereitschaft, Schnelligkeit und aufopferungsvolle Zweikampfführung im Mittelfeld – Altenberges Bemühungen lange Zeit wirkungslos machte. „Wir haben das Spiel taktisch gut angenommen“, lobte der WSC-Coach sein Team.

Den einzigen Vorwurf, den sich die WSC-Spieler machen durften, war die mangelnde Chancenverwertung. Einmal Latte durch Dennis Klossek, ein Pfosten durch Dominik Hennes, dazu war Mondrian Runde frei vor dem Tor und der Konter über Lukas Mankas hätte genauso gut das 2:0 bringen müssen.

Für die Gastgeber spricht auch, dass sie sich von dem fast 90-minütigen verbalen Störfeuer des Altenberger Trainers Florian Reckels nicht beeindrucken ließen. Der versuchte so von der Seitenlinie, den Schiedsrichter zu beeinflussen und die Spieler des Sport Clubs zu reizen. Bei Lars Müller schaffte er dies, der während des Spiels Reckels Versuch der Einflussnahme stoisch hinnahm. Aus Müller brodelte es aber nach dem Schlusspfiff und dem späten 1:1 wie aus einem Vulkan heraus und er zerpfückte die Einschätzung des Gäste-Trainers, dass Altenberge sich doch intensiv bemüht habe. „Wenn du dich als Tabellenvierter hinstellst und den Ausgleich in der 95. Minute als gerecht bezeichnest, hast du alles richtig gemacht. Herzlichen Glückwunsch dazu“, sagte Müller voller beißender Ironie.

Nun ist der Sport Club in einem Kellerduell gefordert und muss einen Konkurrenten auf Distanz halten, bevor es zum Derby gegen den Tabellenfünften SV Herbern kommt. „Im Hinspiel beim 2:2 waren wir nicht die schlechtere Mannschaft“, erinnert sich WSC-Fußballchef an das erste Derby und glaubt auf Grund der vielen starken Auftritte seines Team: „Wir gehören auf jeden Fall in die Landesliga. Der aktuelle Tabellenstand sagt nichts über die Leistungsfähigkeit der Mannschaft aus.“

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