WSC-Trainer Lars Müller: "Wir gehen komplett auf dem Zahnfleisch"

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Sehnt die Winterpause herbei:WSC-Trainer Lars Müller.

Werne – „Wir gehen komplett auf dem Zahnfleisch. Einige retten sich förmlich in die Winterpause“, sagt Lars Müller, Trainer des Werner SC, vor dem letzten Landesliga-Punktspiel seines Teams in diesem Jahr.

 Gegner des Tabellenvierten am Sonntag im Lindert: Abstiegskandidat FC Viktoria Heiden. „Es ist eine Mannschaft, die immer mal jeden in der Liga schlagen kann und hat Jungs wie Seyer, die immer gefährlich sind“, sagt Müller über den 14. der Tabelle und ergänzt: „Wir müssen in Anbetracht unserer personellen Lage noch einmal ans Limit gehen, anders wird es nicht gehen. Wir wollen unser Spiel durchdrücken und voll auf Sieg spielen.“ 

Kunstrasen befördert viele Verletzungen

Die sehr intensive Halbserie und der enorm hohe Aufwand, den die Werner in ihren Spielen betreiben, fordern ihren Tribut, letztlich aber auch das Kunstgrün im Lindert. Es sind vor allem überdurchschnittlich viele Adduktoren- und Bänderverletzungen, die den Wernern sehr zu schaffen machen. Jüngstes Opfer: Rene Nemitz. Er zog sich im Dienstagtraining beim lockeren Aufwärmspielchen zumindest einen Bänderriss im Knöchel zu, nachdem er unglücklich auf dem Boden aufgekommen war. „Ein zweites Band ist überdehnt, ein drittes eventuell auch gerissen“, berichtet Lars Müller.

 Furkan Cirak hat sich derweil zumindest eine Bänderdehnung geholt. Burak Katirci klagt über massive Achillessehnenprobleme, will aber am Sonntag ebenso auflaufen wie Marvin Stöver und Henry Poggenpohl, die zuletzt wegen ihrer Adduktoren- und Bänderverletzungen nur eingeschränkt trainieren konnten. Auch Mondrian Runde ist angeschlagen, Jussef Saado wird sich den Jahres-Kehraus von draußen anschauen müssen. Seine Knieverletzung ist untypisch. Er zog sie sich im Spiel bei RW Deuten zu, als er vom Keeper elfmeterreif umgegrätscht wurde. 

Nicht zu vergessen: Robin Przybilla, junger Stürmer mit Oberliga-Erfahrung, ist in dieser Spielzeit noch gar nicht zum Einsatz gekommen, Mittelfeldrenner Yannick Lachowicz hat schon seit September Winterpause. Chris Thannheiser und Marvin Schuster fielen zudem in der Hinrunde wegen Bänder- und Muskelverletzungen ebenfalls länger aus. 23 Spieler setzte Lars Müller inzwischen in Punktspielen ein. 

Das Training in dieser Woche war ebenfalls nur eingeschränkt möglich, weil das Geläuf im Lindert nass war und schnell angefroren ist. „Ich bin froh, dass es am Sonntag neun Grad werden sollen“, sagt Lars Müller, der immerhin auf Angreifer Dominik Hennes zurückgreifen kann, der nach seinem letzten Spiel im WSC-Dress zu BW Alstedde verabschiedet wird. Sein vorerst letztes Spiel für die Blau-Roten bestreitet Verteidiger Niklas Link, der zu einem Auslandssemester in die USA gehen wird. An das Hinspiel haben die Werner übrigens noch gute Erinnerungen. Nach schnellen Toren von Durkalic (4.) und Saado (6.) sowie einem Treffer von Poggenpohl (57.) hieß es am Ende 3:0. Müller: „Wir haben sie mit unserem Traumstart kalt erwischt.“

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