Wegen Corona-Pandemie

"Wir wollen Solidarität zeigen" - Öztürk und Pourié bei Eintracht Braunschweig in Kurzarbeit 

+
Haben der Kurzarbeit und einem Lohnverzicht zugestimmt: Braunschweigs Trainer Marco Antwerpen und dessen "Co". 

Werne – In der 3. Fußball-Liga ruht der Spielbetrieb angesichts der Corona-Pandemie und dem Umgang mit dieser bis zum 30. April. Beim Aufstiegskandidaten Eintracht Braunschweig mit seinem aus Werne stammenden Co-Trainer Kurtulus Öztürk und seinem Werner Profi Marvin Pourié wurde nun angesichts der Corona-Zwangspause der Trainingsbetrieb bis zum 19. April eingestellt. Und nicht nur das...

Sondern die „Löwen“ haben nun auch Kurzarbeit eingeführt. „Wir im fünfköpfigen Trainerteam um Cheftrainer Marco Antwerpen waren die ersten, die dem zugestimmt haben. Da geht es nicht um uns, sondern auch um alle Angestellten und um den Verein. Wir wollen Solidarität zeigen“, sagt Co-Trainer Kurtulus Öztürk.

 „Wir sind stolz auf unsere Spieler! Die Jungs haben der Kurzarbeit sofort zugestimmt und verzichten auf einen großen Teil ihres Gehaltes. Das war ein wichtiger und lebensnotwendiger Schritt für die Zukunft des Vereins und ist gar nicht hoch genug anzurechnen“, wird Eintracht Braunschweig-Geschäftsführer Wolfram Benz auf der Vereinshomepage zitiert. Jeder einzelne Spieler habe die Situation sofort erkannt und sei bereit gewesen, den Verein zu unterstützen. „Das ist natürlich auch nach außen ein ganz wichtiges Zeichen“, so Benz.

Alles zum Coronavirus in NRW in unserem Live-Ticker

Der Ende Februar als Assistent von Cheftrainer Marco Antwerpen bei dem Traditionsverein und früheren Bundesligisten eingestiegene Öztürk betont darüber hinaus: „Es ist richtig, dass der Fußball in eine ganz andere Priorität und Reihe rutscht. Wir halten uns an die Vorgaben – und fertig.“ 

Öztürk ist nun seit einer Woche in Werne

Öztürk ist nun seit einer Woche in Werne. „Irgendwann gibt es ein Okay, dann werden wir wieder trainieren und stellen uns wieder unseren Aufgaben“, sagt der frühere Fußball-Profi. Auch Braunschweigs Angreifer Marvin Pourié aus Werne ist nun bei seiner Familie in der Nähe von Karlsruhe. 

Marvin Pourie bei seiner Vorstellung in Braunschweig mit Trainer Antwerpen (links) und dem sportlichenLeiter Peter Vollmann

Denn Ehefrau Pia mit den beiden Kindern ist nach Pouriés Leihe im Winter vom Zweitligisten Karlsruher SC zu Eintracht Braunschweig im Südwesten geblieben, zumal der älteste Sohn schulpflichtig ist und nicht einfach aus einer Klassengemeinschaft gerissen werden sollte. „Da ist jetzt jeder Spieler eigenverantwortlich gefragt, dass er sich fit hält. Aber nun trainiert eben jeder für sich und spult individuell sein Programm ab“, erklärt der 39-Jährige. 

Er selber hat nun auch viel damit zu tun, seiner eigenen Tochter zu helfen, die von der Klassenlehrerin und der Grundschule vorgegebenen Unterrichts-Inhalte zu vermitteln. „Ansonsten fahren wir auch Fahrrad oder ich begleite meine Tochter beim Inlinern. Wir disziplinieren uns ansonsten in unserem Alltag sehr“, erklärt Öztürk. So werden etwa die Kontakte zu den Eltern und Schwiegereltern durch seine Tochter auf ein Minimum reduziert. 

Und irgendwann, so hofft Öztürk, kann er dann auch wieder seinen Beruf als Co-Trainer einer Fußball-Profimannschaft mit Aufstiegsambitionen nachgehen...

Das könnte Sie auch interessieren

Auch interessant

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare