961 Starter bei der Werner „Winter Bike Trophy“

WERNE - „Ich mach’ das hier schon seit 30 Jahren, aber so etwas wie heute habe ich hier noch nicht erlebt – nicht einmal im Sommer“, sagt Theo Elberfeld vom Radsportclub 79 Werne.

Aus gutem Grund: 961 Country- und Tourenfahrer kamen gestern Morgen zur zweiten Etappe der 9. Westfalen Winter Bike Trophy nach Werne. Das sind gut 220 mehr als in den beiden Jahren zuvor.

Ralf Krampe vom SV Herbern nennt die Gründe für den enormen Andrang: „Super Strecke, super Organisation, super Verpflegung.“ Dass er nur die kürzeste der drei Strecken gefahren sei, habe private Gründe: „Leider habe ich am Nachmittag noch eine Verpflichtung, ansonsten wäre ich hier sicherlich auch noch 20 Kilometer mehr gefahren.“

So wie Ralf Krampe denken fast alle der 961 gestarteten Radsportler – nu ja, einigen wenigen Teilnehmern kann man auch als erstklassiger Ausrichter nicht alles recht machen. „Unter dem Strich sind wir aber sehr zufrieden“, sagt Daniel Schulte, Touristikwart des Radsportclubs 79, für den es ein kleiner Vorgeschmack ist auf das Bundesradsporttreffen im Sommer in Werne.

Mit der hohen Teilnehmerzahl in Werne wird ein Trend deutlich: Während die traditionellen Touristikfahrten im Sommer rückläufige Teilnehmerzahlen melden, findet das Fahren durch weniger erschlossene Bereiche immer mehr Liebhaber. „Ich glaube, die Leute wollen sich quälen und sich dreckig machen“, sagt Schulte. Entsprechend groß ist inzwischen das Einzugsgebiet: Teilnehmer reisen aus Hessen und Niedersachsen an, bevorzugt auch aus rheinischen Bezirken rund um Köln und Düsseldorf. „Dort gibt es so etwas wie hier kaum“, weiß Daniel Schulte.

Die Gewinner der Teamwertung kommen aber wie immer aus der näheren Umgebung. In diesem Jahr macht der SC Capelle mit 23 Teilnehmern das Rennen um die Trophäe für den teilnehmerstärksten Verein, gefolgt vom ASC 09 Aplerbeck (22) und vom SV Triathlon aus Witten (16). Vom Radsportclub Werne waren knapp 60 dabei: Ausschließlich helfend tätig als Streckenposten oder Teekocher, Würstchengriller, Radreiniger oder Kartenstempler.

Die Strecken (32, 52 und 63 Kilometer) boten viel Abwechslung. Nur eines Blick den Teilnehmern der langen Tour bei Sonnenschein verwehrt: Die Aussicht von der Halde Großes Holz. Da hatte Daniel Schulte das erste Mal die Genehmigung zur Überquerung in der Hand, dann das: „Der Anstieg liegt die ganze Zeit im Schatten. Bei der Eisglätte wären die gar nicht hoch gekommen. Wir mussten aus Sicherheitsgründen die Strecke um die Halde herum führen.“ - gu

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