2:1 gegen Aufsteiger SC Altenrheine: 

Werner SC zittert sich zum Auftaktsieg

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WSC-Verteidiger Nico Holtmann im Duell mit dem Altenrheiner Luca Bültel.

Werne – Der Sport Club hat seinen Saisonstart in der Landesliga (4) mit einem 2:1-Heimerfolg (1:0) über Aufsteiger SC Altenrheine erfolgreich gestaltet, dabei aber nur 20 Minuten lang überzeugend gespielt. Dennoch hätte der Erfolg für das Team von Lars Müller deutlicher ausfallen müssen.

Müller reagiert auf die Ausfälle von Innenverteidiger Zoran Martinovic (Urlaub) sowie von Stürmer Marvin Schuster (Bänderriss) mit dem Einsatz von Neuzugang Furkan Cirak in der Mitte der Dreier-Abwehr und von Jussef Saado in der Angriffsmitte zwischen Neu-Kapitän Runde und Torjäger Durkalic. 

Nach vier Minuten nähern sich die Gastgeber erstmals gefährlich dem Altenrheiner Tor an, doch nach einer Flanke von Stöver von rechts an den zweiten Pfosten wird der Winkel für Niewalda zu spitz. Er schießt Torhüter Bültel in die Arme. 

Fünf Minuten später haben die zu weit aufgerückten Werner Glück. Yannick Lachowicz hebt auf rechts das Abseits auf, über die entblößte linke Werner Seite düst Joel Flasse alleine auf und davon, scheitert aber an Jorma Hoppe. 

In der 15. Minute fällt das Führungstor für die Gastgeber. Stövers erster Schuss im Sechzehner wird noch geblockt, bei seinem zweiten Versuch rutscht ihm der Ball vom Fuß, dies aber genau in Richtung Cirak, der die Kugel über nur noch über die Torlinie drücken muss. 

Die Gastgeber versuchen es gegen früh anlaufende Gäste auch in der Folge mit einer Vielzahl von lang gespielten Bällen, große Chancen ergeben sich nur zwei: Zunächst pariert SCA-Keeper Luis Bültel prächtig, als Niklas Bieker den Ball nach einer scharf gespielten Linksflanke von Yannick Lachowicz in Richtung eigenes Tor grätscht (27.). Und kurz vor dem Seitenwechsel wird Lachowicz von Saado mit der Hacke freigespielt, doch sein Schuss wird in höchster Not zur Ecke geblockt. 

Nach dem Seitenwechsel bringt Lars Müller mit zwei Eins-zu-Eins-Wechseln neuen Schwung in die Offensive. Hennes kommt für Saado, der sich gegen die rustikalen Innenverteidiger aufreiben muss, und schickt Prinz für Niewalda auf die linke Seite. Damit beginnen starke 20 Minuten, in denen die Werner das Spiel deutlich für sich entscheiden müssen. 

Aber es bleibt bei dem Treffer zum 2:0, den Mondrian Runde nach nicht einmal 120 Sekunden erzielt – eingeleitet von Jannik Prinz mit einem Pass auf die halblinke Seite. Runde geht frei auf Bültel zu und schlenzt den Ball rechts an ihm vorbei ins lange Eck. 

Es folgt die Zeit der Chancenverschwendung. Zuerst schießt Runde nach Flanke von Durkalic ans Außennetz, dann köpft Prinz den Ball nach einer Foroghi-Ecke von der rechten Seite an den Pfosten. Schließlich schießt Durkalic nach Flanke von Poggenpohl den Ball knapp am Pfosten vorbei und nach einer weiteren starken Aktion von Prinz stochert erneut Durkalic den Ball ins Toraus. 

Glück haben die Werner allerdings, als Jorma Hoppe zu weit vor seinem Kasten steht, den 25-Meter-Schuss von Flasse aber noch auf die Latte lenken kann. Nach 70 Minuten ist die starke Phase der Gastgeber vorbei und nun rächt sich, dass es nicht 3:0 oder gar 4:0 steht. 

Altenrheine drückt auf den Anschluss, die Werner spielen hinten heraus kaum noch klare Bälle, obwohl sich Räume für Konter bieten. So gelingt den Gästen der Anschluss mit ihrer einzigen herausgespielten Chance in der zweiten Halbzeit. Pakularz taucht nach einem Pass in die Schnittstelle frei vor Hoppe auf und nutzt aus, dass dieser mit dem Herauslaufen ein wenig zögert. 

Nur einmal wird der WSC noch gefährlich, weil Durkalic einen Diagonalpass der Gäste abfängt und mit einem Kopfball auf Hennes passt. Der sucht nicht den direkten Abschluss, sondern den Weg um Luis Bültel herum, doch der Keeper fischt ihm den Ball vom Fuß. Fast sieben Minuten lässt Schiedsrichter Kraeling nachspielen, dann dürfen die Werner erleichtert den ersten Dreier der Saison notieren. 

Werner SC: Hoppe – Link, Cirak (60. Poggenpohl), Holtmann – Niewalda (46. Prinz), Y. Lachowicz (77. Nemitz), Foroghi, Stöver – Runde, Saado (46. Hennes), Durkalic Tore: 1:0 (15.) Cirak, 2:0 (47.) Runde, 2:1 (85.) Pakularz

Trainermeinung

Daniel Apke (Altenrheine): Der Gegner in Werne ist nicht die Mannschaft, sondern es sind die Härte und der Platz. Werne hat viel gepöhlt und wenig gespielt. Auf einem großen Rasenplatz spielen wir die auseinander. In den letzten 20 Minuten ist Werne eingebrochen. Das war uns klar und das wollten wir. Bei uns haben neun Spieler gefehlt, darunter fünf Stammspieler. Willkommen in der Landesliga. Hier wird jeder kleine Fehler bestraft. 

Lars Müller (Werne): Dass ich schon zur Pause zwei neue Spieler gebracht habe, war nicht der Größe vorne geschuldet. Ich hatte das Gefühl, dass ich etwas machen musste. Trotz einer schlechten ersten Halbzeit musst du, so wie es Anfang der zweiten läuft, mit 3:0 oder 4:0 führen, dann ist da ein Haken hinter dem Spiel. Zum Schluss haben wir kein Ball mehr an den Mann gebracht. Ich glaube aber nicht, dass das Pressen von denen weh getan hat.

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