Werner Volleyballfrauen und Trainer Kubiak gehen getrennte Wege

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Thomas Kubiak ist nicht mehr Trainer der Oberliga-Frauen des TV Werne. 

Werne - Trainer Thomas Kubiak und die Oberliga-Frauen des TV Werne Volleyball werden ab sofort getrennte Wege gehen. Die beiden Parteien kamen zu dem einvernehmlichen Entschluss, dass dies die beste Lösung sei.

 Die Volleyballsaison für Mannschaften unterhalb der Regionalliga ist ausgesetzt, darüber bereits vorzeitig beendet. Vier Spieltage vor dem Saisonende bremst das Corona-Virus entsprechend auch die Oberliga-Frauen des TV Werne aus. Hinter den Kulissen wird bereits die Saison 2020/2021 vorbereitet – unabhängig von der Klassenzugehörigkeit. Fest steht inzwischen: Trainer Thomas Kubiak und der TVW werden ab sofort getrennte Wege gehen.

 Die beiden Parteien kamen zu dem einvernehmlichen Entschluss, dass dies die beste Lösung sei. „Es hat einfach nicht so richtig gepasst“, sagt die erste Vorsitzende, Annika Böhle, die in dieser Saison gleichzeitig Kapitänin der ersten Mannschaft war. Den Ausschlag habe nicht der fehlende sportliche Erfolg gegeben, sondern mehr, dass dem TVW in dieser Saison die spielerische Linie fehlte. 

Für Kubiak, der hauptberuflich für einen Essener Energiekonzern arbeitet, ist es eine dankbare Entscheidung. Laut eigener Aussage hätte er beruflich ohnehin keine Kapazitäten mehr für eine weitere Saison gehabt. „Wir haben uns das vor der Saison sicherlich etwas anders vorgestellt, auch die sportliche Leistung. Der Schritt von Verbands- zur Oberliga ist einfach enorm groß“, erklärt Kubiak den ausgebliebenen sportlichen Erfolg, nachdem der TVW in der Spielzeit 2018/2019 ohne Niederlage zum Wiederaufstieg marschiert war. „Es ist extrem schade, dass wir die Saison wohl nicht zu Ende spielen können. Wir haben zum Ende so viel Gas gegeben“, sagt Kubiak, und: „Es wäre schade, wenn sich das nicht mehr auszahlt. Ich wünsche dem Verein und der Mannschaft, in der Klasse zu bleiben.“ 

Der TV Werne steht aktuell auf einem Abstiegsplatz. Auch wenn der Rückstand auf den Relegationsplatz mit sieben Punkten sehr groß ist, ließ der TVW zuletzt dank guter Ergebnisse die Hoffnung auf den Klassenerhalt am Leben. Dass Kubiak und der TV Werne im Guten auseinander gehen, zeigt sich nicht zuletzt dadurch, dass Kubiaks Tochter Eva dem TVW als Spielerin erhalten bleibt. 

Wie und ob die Saison jetzt fortgeführt wird und ob der TVW noch die Chance hat, in der Liga zu bleiben, wird sich wohl am 31. März endgültig entscheiden, wenn das WVV-Präsidium wieder tagt – in welcher Form auch immer. Nach dem Abbruch der Saison in den höheren Ligen bekam der westdeutsche Verband – wie alle weiteren – die Empfehlung mit auf den Weg, auch von der Oberliga abwärts die Saison abzubrechen, auf Absteiger zu verzichten und Ligen bis auf 14 Mannschaften aufzustocken.

 Sollte die Saison wider Erwarten fortgesetzt werden (wie auch immer), werden Bronek Bakiewicz und Philipp Zurwieden die Oberliga-Frauen im Gespann trainieren. Bakiewicz trainierte die Mannschaft bereits mehrere Saisons ehe er sich seit 2018 wieder mehr auf den männlichen Volleyballbereich des Werner SC konzentrierte. Philipp Zurwieden ist Trainer der Werner Reserve und unterstützte Kubiak bereits in der Rückrunde beim Coaching der ersten Damen.

 Dieses Trainerduo ist für den Verein auch für die kommende Saison eine mögliche Lösung. Auch Bakiewicz und Zurwieden schlossen ein potenzielles Engagement nicht aus. Zunächst gilt es aber abzuwarten, was noch in dieser Spielzeit passiert.

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