Vielseitigkeitstage: Ostern wird’s richtig voll

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Team-Weltmeister Dirk Schrade 2014 in Ehringhausen mit der Holsteiner Stute Adele in einer Qualifikationsprüfung zum Bundes-championat.

WERNE - Die Nachrichten, die den RV St. Georg nach Nennungsschluss für die Vielseitigkeitstage am 4. und 5. April erreichten, waren einerseits Bestätigung für die erstklassige Arbeit, andererseits aber auch ein harter Schlag für die Organisatoren: Die haben mit einer wahren Nennungsflut zu kämpfen.

Heinrich Schwert weiß schon jetzt: „Da müssen wir uns richtig Gedanken machen.“ Alleine für die Vielseitigkeitsprüfungen der Klassen E und A am Ostersamstag, 4. April, liegen mehr als 200 Nennungen vor – mehr als 130 davon für die Prüfung alf A-Niveau. Erfahrungsgemäß gibt es bei passablen Witterungsbedingungen nur wenige, die ihre Startplätze nicht nutzen.

Denn in der frühen Phase der Freiluftsaison sind Turniere wie diese wichtig: Für die Stars der Szene, weil sie im weiteren Saisonverlauf immer weniger Zeit zur Verfügung haben, um ihre jungen Pferde zu präsentieren, aber auch für die Nachwuchsreiter, weil sie sich in Werne in entsprechenden Sichtungen und Vorbereitungsprüfungen für westfälische Meisterschaften und Championate präsentieren wollen – oder aber auch für die Goldene Schärpe.

Eine Lösung für Dressur und Springen auf der großzügig bemessenen Anlage mit zwei Turnierhallen und Außenplätzen für diese beiden Disziplinen sieht Schwert darin, „einen zweiten Springplatz oder ein drittes Viereck aufzubauen.“ Allerdings müssen alle Pferde schließlich noch über die Geländestrecke. „Und da können wir kein Licht anmachen. Irgendwann wird’s dunkel“, sagt Schwert.

„Oder wir müssen noch den Ostermontag nehmen...“, denkt Heinrich Schwert weiter – und man hört förmlich heraus, wie er in Gedanken ein wenig ratlos mit den Schultern zuckt.

Auch der Ostersonntag wird vollgepackt sein, obwohl der RV St. Georg im Vergleich zum Vorjahr die Nennungsvoraussetzungen gehandicapt hat. Knapp 100 hat es dennoch für die beiden Qualifikationsprüfungen zum Bundes-Championat gegeben. Erfreulich für Fans der Busch-reiterei: Neben Olympiasiegerin und Team-Weltmeisterin Ingrid Klimke (WA berichtete) haben der Stall Ostholt oder Dirk Schrade und weitere Top-Leute gemeldet. Heinrich Schwert jedenfalls freut sich schon sehr auf die „üblichen Verdächtigen.“

Bevor sich alles auf die Vielseitigkeitstage konzentrieren wird, stehen an diesem Wochenende (14./15. März) noch die Jugendmeisterschaften des Altkreisverbandes Lüdinghausen in Seppenrade auf dem Programm. Neben dem Standartenwettkampf mit zehn Mannschaften werden auch die Einzelmeister im Springen und in der Dressur ermittelt.

Für die Teamentscheidung (Springen und Dressur Klasse A* plus Vormustern) haben die Werner drei Mannschaften gemeldet. Elf Mädchen und ein Junge sind dafür vorgesehen, werden aber erst noch den einzelnen Teams zugeordnet.

Kathrin Wacker startet in Braunschweig

Nicht dabei ist Kathrin Wacker, die am folgenden Wochenende im Rahmen der internationalen Löwen Classics (CSI4*) in Braunschweig das von Hans Günter Winkler initiierte Bundesnachwuchs-Championat der Springreiter reiten darf. Wacker hat sich unter 60 Kandidaten mit 24 weiteren Talenten dafür qualifiziert.

Auf diesen Wettbewerb bereitet sie sich in Greven parallel zur Kreismeisterschaft vor. „Ihre Klasse und vor allem ihre Ruhe würden uns sicher helfen. Aber so ein Wettbewerb ist ein anderes Kaliber. Dass sie das vorzieht, kann man ihr nicht verdenken“, sagt Schwert, und: „Außerdem hat sie uns schon so oft geholfen.“ Favorit in Seppenrade ist Titelverteidiger Lützow-Selm-Bork-Olfen.

Das 12er-Aufgebot für Seppenrade: Charlotte Frye, Franziska Keute, Laura Koch, Hannah Kosanetzki, Ann-Kathrin Leisentritt, Jolina Lichtenberg, Marcel Mecke, Laura Möllenhoff, Lena Nowroth, Kira Schmiedeknecht, Josephine Schulze-Bisping und Lena Trouvain - gu

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