Werner Vielseitigkeitstage: Großes Lob von allen Seiten

Da freut sich auch eine Weltmeisterin: Ingrid Klimkes 5-jähriger Trakehner-Hengst Königssee nimmt locker und entspannt den Weg durch den Teich. - Fotos (8): Gudra

WERNE - Während andernorts die ersten Vielseitigkeitswettbewerbe der grünen Saison 2015 buchstäblich ins Wasser gefallen sind, haben in Werne am Wochenende auch Weltmeister und Olympiasieger ihre hoffnungsvollen Nachwuchspferde gesattelt.

Das war neben den enorm großen Starterfeldern das größte Kompliment für die Helfer und Organisatoren des RV St. Georg, die der Nässe der letzten Wochen getrotzt und überragende Arbeit geleistet haben.

„Das haben die Leute hier super toll gemacht“, lobte auch die Schwedin Sara Algotsson-Ostholt, Silber-Gewinnerin der Olympischen Spiele von London 2012, die Mitarbeiter des RV St. Georg.

Auch Landestrainerin Jutta Briel war angetan: „Am vergangenen Montag habe ich hier noch einen Lehrgang gemacht und war eigentlich überzeugt: Das hier findet gar nicht statt. Es hat ja nur geregnet... Und nun hatten wir hier optimale Bedingungen.“

„Natürlich hätten wir unsere jungen Pferde lieber noch ein bisschen mehr auf der großen Wiese gesehen, aber die Linienführung war dennoch sehr gut gemacht. Es war ein bisschen enger, aber dadurch konnten die Pferde auch ihre Rittigkeit beweisen“, meinte Algotsson-Ostholt, die zwei Tage zuvor noch eine Zweisterne-Vielseitigkeit in Luhmühlen geritten ist und nun Kreuth und ein Dreisterne-Event in Rom auf dem Plan stehen hat.

Die Schwedin präsentierte mit dem 6-jährigen Trakehner-Wallach No Doubt das Siegerpferd der Geländepferdeprüfung der Klasse L im Rahmen der Qualifikation zum Bundes-Championat. Kein Zweifel: Die Wertnote 8.8 war berechtigt für den famosen Auftritt auf der 1 200 Meter langen Strecke mit 16 Hindernissen.

Zwar übten die Richter sich gegenüber 2014 (Höchstnote 9.3) ein bisschen in Zurückhaltung, doch der mit 8.6 bewertete Auftritt von Anna Döring-Rössler mit dem 5-jährigen Holsteiner Hengst namens Delicious Delight war ebenfalls herausragend – für viele sogar das „Siegerpaar der Herzen“ in der L-Prüfung.

Auf A-Niveau waren Döring-Rössler und Delicious Delight ebenfalls Zweite in der ersten Abteilung, lediglich geschlagen von Team-Weltmeister Dirk Schrade und dem 6-jährigen Holsteiner Catelan von Catoki.

Mit einer gewissen Spannung wurde auch der Auftritt von Team-Olympiasiegerin und Weltmeisterin Ingrid Klimke mit zwei Nachwuchspferden erwartet. Mit dem 5-jährigen Hengst Königssee, Trakehner Champion des Jahres 2014, war sie ebenso in den Achter-Noten platziert wie mit der 6-jährigen Schimmelstute Weisse Düne.

Einzige Wernerin in diesem Feld war Anna Richter, die den 5-jährigen Westfalenhengst Florinello (Florenciano x Fürst Piccolo) für die A-Prüfung gesattelt hatte. „Es war das erste Mal für ihn. Unser Ziel hieß: Durchkommen. Und das haben wir geschafft. Er ist ganz lieb durchgelaufen“, war die ehemalige Pony-Europameisterin sehr zufrieden. Mit ihrer Nummer eins, der 11-jährigen Oldenburger Stute Halali, belegte sie am Samstag in der Gesamtwertung den dritten Platz. „Im Gelände war’s perfekt, eine super Runde. Am Anfang der Saison tut sie sich aber immer noch schwer in der Dressur“, fand Richter schnell den Grund dafür, dass es nicht für ganz vorne gereicht hat.

Genau entgegengesetzt liefen die Prüfungen für Vizemeisterin Janine Vehring. Nach dem Sieg in der Dressur mit der Note 8.5 und einem fehlerfreien Springparcours war ihr der Titel eigentlich nicht mehr zu nehmen. Doch im Gelände bereitete ihr der 7-jährige Genito unerwartet Probleme. Nadine Messerschmidt (Kamen) nutzte die Gunst des Augenblicks und sicherte sich den Titel. - gu

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