Werner Vielseitigkeitstage diesmal ohne die Stars der Szene

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Julia Krajewski

Werne – Die Werner Vielseitigkeitstage am 6. und 7. April werden in diesem Jahr ohne Weltmeister, Olympiasieger und andere Stars der Szene auskommen müssen.

Aus gleich mehreren Gründen, die nicht beim ausrichtenden RV St. Georg Werne liegen, bleiben die Spitzenleute in diesem Jahr den Qualifikationen zum Bundes-Championat fern. „Wir haben dafür nur knapp die Hälfte der sonst üblichen Nennungen“, weiß Heinrich Schwert nun nach dem offiziellen Nennungsschluss. 

In allen anderen Bereichen sind die Nennungszahlen in etwa auf gleicher Höhe geblieben, so dass der Samstag die Organisatoren erneut an ihre Grenzen bringen wird. Ingrid Klimke, Sandra Auffarth, Julia Krajewski, Bettina Hoy, Dirk Schrade, Frank Ostholt, Sara Algotsson-Ostholt: Die Namen dieser prominenten Buschreiter waren in den vergangenen Jahren stets in den Werner Siegerlisten vertreten. Nun muss sich der RV St. Georg gleich doppelter Konkurenz beugen. 

So findet zeitgleich im polnischen Strzegom ein internationales Event mit Beteiligung deutscher Spitzenkräfte statt. Zudem wurde in Warendorf eine Parallelveranstaltung angesetzt, was Heinrich Schwert ziemlich ärgert. Denn eigentlich sind solche Doppelansetzungen in der Szene verpönt. 

Die dort stationierten Reiter freut’s, denn: „Die haben da alles direkt vor der Tür und müssen nicht einmal ihre Pferde aufladen“, sagt Schwert. Ein weiterer Faktor: Elmar Lesch, mit seinem Stall und mit Ben Leuwer, Sabrina Mertens und einigen starken Japanern Dauergast in Werne, hat seinen Arbeitsbereich in den hohen Norden verlegt. „Das war immer ein guter Stamm mit vielen guten Pferden und qualitätvollen Reitern. Aber da ist die Anreise natürlich zu weit zu uns“, sagt Heinrich Schwert mit Bedauern. 

„Es ist nicht schön, aber dann haben wir zumindest einen ruhigeren Sonntagnachmittag. Wir müssen dieses Jahr damit leben und sehen, wie es weitergeht“, sagt Schwert. Allerdings besteht für ihn die Hoffnung auf Nachnennungen: „Es werden sicher einige überlegen, in Werne zu starten, die in den vergangenen Jahren gegen die Topleute nicht angekommen sind und jetzt Chancen auf eine Platzierung sehen.“ 

In allen anderen Bereichen bleiben die Nennungszahlen konstant – so auch bei der Eignung und dem Geländereiterwettbewerb am Sonntag in der Frühe. Für die Wettbewerbe auf E- und A-Niveau am Samstag sind gut 130 Nennungen eingegangen – genug, um damit den kompletten Tag zu füllen. „Damit sind wir gut ausgelastet“, sagt Schwert. Los geht es in aller Frühe mit den Springen und der Dressur auf insgesamt vier Plätzen.

 „Da wird zum Beispiel die Dressur einzeln und nicht in der Abteilung geritten, das zieht sich“, sagt Schwert, und: „Das wird wuselig und anstrengend, aber wir kriegen das gebacken.“ Ab 13 Uhr folgen die Geländewettbewerbe über vereinhalb bis fünf Stunden. Da bleibt bis zum Einbruch der Dunkelheit kein allzu großes Zeitfenster. Schwert: „Passieren darf da nichts.“

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