In der Fußballl-Landesliga

Werner SC verliert das Spitzenspiel: Das sind die Konsequenzen

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Colin Lachowicz brachte den WErner SC gegen Kinderhaus in Führung. 

Werne – Nach elf Spieltagen in Folge an der Spitze der Fußball-Landesliga (4) hat der Werner SC die Tabellenführung abgegeben. Im Spitzenspiel gegen Westfalia Kinderhaus verliert das Team von Lars Müller letztlich verdient mit 1:3 (1:0) und fällt auf Rang zwei hinter die Münsteraner Vorstädter zurück.

Die Entscheidung gegen den Sport Club fällt vor fast 400 Zuschauern im Lindert in den ersten zehn Minuten nach dem Seitenwechsel. Die gutklassige Begegnung nimmt schnell Fahrt auf. In der fünften Minute entschärft WSC-Torhüter Hoppe mit einer Glanztat einen Kopfball von Brüggemann nach einem Eckball. Acht Minuten später fällt die Führung für den Sport Club. 

Foroghi läuft am eigenen Strafraum Winter ab und leitet einen Schnellangriff mit diagonalem Spiel nach rechts ein. Von dort flankt Durkalic über alle hinweg auf links, von wo aus Poggenpohl die Kugel nach innen bringt und Colin Lachowicz diese aus kurzer Distanz an Keeper Siegemeyer vorbei ins Netz drückt. Dann versucht es Durkalic nach einem Freistoß von Holtmann aus der eigenen Hälfte mit einem Volleyschuss von halbrechts, verzieht aber knapp. Nach 30 Minuten ist Kinderhaus wieder an der Reihe, doch rettet Hoppe mit vollem Körpereinsatz gegen Kreutzer. Sieben Minuten später muss der WSC das 2:0 erzielen: Foroghi trifft aus 20 Metern die Latte, Prinz köpft den Abpraller aber über das leere Tor. 

Die nächste Chance besitzt wieder Kinderhaus. Bei einem zun flach geschossenen Freistoß erreicht Link in der Mauer den Ball mit dem Kopf, macht ihn als Bogenlampe in Richtung des eigenen Tores aber erst so richtig scharf. Kreutzer köpft aus spitzem Winkel in die Mitte, wo Holtmann akrobatisch auf der Linie gegen zwei heranstürmende Kinderhauser rettet. Noch einmal geht der muntere Chancenwechsel weiter. Eine Minute vor dem Halbzeitpfiff lässt Siegemeyer den Ball nach einem Schuss von Prinz durch die Hände flutschen und bekommt die Kugel erst kurz vor der Torlinie wieder zu fassen. 

Die ersten 45 Minuten machen vor allem den Werner Fans noch mehr Appetit – doch der vergeht ihnen gleich in der Anfangsphase der zweiten Halbzeit. In der 47. Minute kann Winter unbedrängt mit dem Ball fast ins Werner Tor laufen und schließt aus kurzer Distanz zum Ausgleich ab, zwei Minuten später nimmt Janik Bohnen aus 25 Metern Maß und versenkt den Ball über Hoppe hinweg zur Kinderhauser Führung ins Netz. 

Dem WSC droht noch größeres Ungemach, denn Brüggemann knallt einen Freistoß aus 25 Metern an die Latte (52.) und Hoppe muss gegen Kreutzer retten (53.). Danach bekommen die Gastgeber wieder mehr Ruhe und Struktur ins Spiel – alleine es fehlen die Torchancen. Gefährlich wird es lediglich bei einem 16-Meter-Schuss von Vertgewall, der geblockt wird, sowie bei einer scharfen Flanke von Nemitz von rechts, bei der aber in der Mitte die Fußspitze fehlt, die die entscheidende Richtungsänderung geben kann. Als die Werner in der Schlussphase öffnen, fällt das dritte Tor für die Gäste. Torjäger Corvin Behrens umkurvt Torhüter Hoppe und schiebt den Ball sicher ins Netz (86.). 

Werner SC: Hoppe – Link, Martinovic, Holtmann – Poggenpohl (57. Vertgewall), Foroghi, Stöver, C. Lachowicz (82. Nemitz) – Prinz, Saado (82. Saado), Durkalic 

Tore: 1:0 (13.) C. Lachowicz, 1:1 (47.) Winter, 1:2 (49.) Bohnen, 1:3 (86.) Behrens

Es sagten...

Lars Müller (Werne): Es war ein enges Spiel. In der ersten Halbzeit haben wir wenig zugelassen und waren auf Augenhöhe, wenn nicht gar noch etwas drüber. In den ersten zehn Minuten nach der Pause war Kinderhaus bärenstark, da hatten wir riesen Probleme. Hinterher hatten wir ein paar Aktionen, in denen es vielleicht noch kippen könnte. Aber wir haben vorne zu wenig herausgespielt. 

Marcel Pielage (Kinderhaus): Es war eine durchwachsene erste Halbzeit von uns, die zweite war dann umso besser. Wir sind gierig aus der Kabine gekommen und haben die Tore zur richtigen Zeit gemacht. Vielleicht hätten wir noch ein oder zwei mehr erzielen können. Wir freuen uns riesig. Als Tabellenführer macht die Rückfahrt bei einem Bierchen umso mehr Spaß.

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