Werner SC verliert in Heiden trotz einer 2:0-Führung

+
Jorma Hoppe fliegt vergebens, hinter ihm schlägt die Kugel zum Heidener 4:3 ein. Beckerling, Husarek und Niewalda sehen es mit Entsetzen.

Heiden - Der Werner SC hat auch das zweite Punktspiel des neuen Jahres in der Landesliga (4) verloren. Nach dem 0:1 daheim gegen Kinderhaus gibt’s im ersten Auswärtsspiel eine 3:4-Niederlage (3:2) bei Viktoria Heiden.

Dabei liegen die Werner nach 26 Minuten sogar mit 2:0 in Führung, schaffen es aber nicht, die Standards auf die groß gewachsenen Heidener Angreifer zu verteidigen. Die Werner haben in der ersten halben Stunde eigentlich alles im Griff. 

Lars Müller kann auf die Startelf der vergangenen Woche zurückgreifen, nachdem Poggenpohl und Durkalic zunächst fraglich waren. Der Sport Club beginnt wieder im 3-4-3, hat einen Start nach Maß und geht mit der ersten Ecke in Führung: Nico Holtmann trifft aus kurzer Distanz um 0:1 (5.). 

In der Folge spielen die Werner trotz des holprigen Rasens recht sicher und haben die nächste Chance durch Yannick Lachowicz. Seinen 18-Meter-Schuss wehrt Torhüter Terlau ins Toraus ab. Nach 26 Minuten bekommen die Heidener einen Freistoß auf der linken Werner Abwehrseite zugesprochen. 

Daraus entwickelt sich das Nullzwei: Zunächst reagiert Jorma Hoppe schnell und wehrt den Ball am ersten Pfosten ab, dann spielt Jannik Prinz einen präzisen Diagonalpass auf die offene rechten Seite, wo Marvin Stöver durchstartet, völlig frei vor Terlauf auftaucht und den Ball am Keeper vorbei ins lange Eck (26.) schiebt. 

Heiden kommt nach einer halben Stunde besser in die Partie. Nach einem Einwurf auf der linken Werner Abwehrseite kommt Guido Vierhaus 18 Meter vor dem Tor frei aus der Drehung zum Schuss und lässt Hoppe keine Chance (34.). Nur dei Minuten später fällt der Ausgleich: Heiden bekommt die zweite Chance, den Ball von der linken Werner Seite zu flanken, Seyer steigt beim Kopfball höher als Holtmann und trifft unhaltbar für Hoppe (37.). 

Die Werner schütteln sich kurz und sind kurz vor der Pause wieder dran. Stöver bedient Marvin Schuster mit einem Einwurf. Der Neuzugang aus Brambauer legt sich den Ball selbst vor und trifft aus 18 Metern mit links flach und unhaltbar zur erneuten Führung (45.). Auch die erste Chance nach der Pause haben die Werner. Stöver treibt den Ball über die rechte Seite und passt auf Schuster, gegen den Terlau in höchster Not klären kann. Müller stellt nach der Pause auf ein 4-4-2 um, zieht Poggenpohl zurück in die Abwehrkette sowie Prinz ins linke Mittelfeld und setzt auf Konter mit Schuster und Durkalic in vorderer Reihe. 

Aber ein Eckball bringt nach 60 Minuten den Ausgleich. Henry Poggenpohl kann den ersten Versuch von Seyer noch auf der Linie klären, doch der Torjäger der Gastgeber stochert die Kugel aus kurzer Distanz über die Linie. Wenig später jubelt Seyer nach einem Kopfballtreffer erneut, steht aber im Abseits. Heidens Druck nimmt zu und erst nach 70 Minuten setzt der WSC einen gefährlichen Konter. 

Link schickt Prinz über die linke Seite und der verzieht aus spitzem Winkel. Die Entscheidung fällt nach 79 Minuten und einem Freistoß, der keiner ist: Schiedsrichter Efetürk sieht in einem korrekten Zweikampf von Runde an der Außenlinie ein Foul und pfeift zum Entsetzen aller Werner. Gremmes Hereingabe köpft Bernd Oenning zum 4:3 unhaltbar ins Netz (79.).

 Drei Minuten vor dem Ende bekommen die Werner noch einen Freistoß in aussichtsreicher Position zugesprochen, doch Nico Holtmann zirkelt den Ball knapp am linken Dreieck vorbei ins Toraus. Insgesamt fällt die Schlussphase zu hektisch aus und betätigt ein weiteres Problem des gesamten Spiels: Der finale Pass bei den Wernern kommt nicht an. 

Werner SC: Hoppe - Link, Martinovic, Holtmann - Poggenpohl (69. Przybilla), Y. Lachowicz, Saado (75. Runde), Stöver (83. Beckerling), Durkalic 

Tore: 0:1 (5.) Holtmann, 0:2 (26.) Stöver, 1:2 (34.) Vierhaus, 2:2 (37.) Seyer, 2:3 (45.) Schuster, 3:3 (60.) Seyer, 4:3 (79.) Oenning

Es sagten:

Thomas Benning (Heiden): Erst in Dorsten, jetzt hier. Das Vierdrei kann mein Lieblingsergebnis werden. Da können wir gerne drei kassieren, wenn wir vier machen. Wie die Gegentore gefallen sind, das war sehr naiv. Aber wir haben die Qualität, dass wir nachlegen können und ein Spiel nicht verloren geben. Wenn Seyer trifft, dann hilft uns das enorm – auch weil der Gegner sich auf ihn konzentriert. Das schafft Freiräume für andere.

Lars Müller (Werne): Bei Standards sind sie gefährlich, da haben wir große Probleme gehabt. Das große Ding war, dass das Foul vor dem Vierdrei kein Foul war. Das sagen selbst die Heidener. Aus dem Spiel heraus haben wir zweite Halbzeit nichts zugelassen. Insgesamt, muss man sagen, dass wir in der Zweikampfführung nicht das gespielt haben, was man spielen muss. So ein Spiel darfst du nach einer 2:0- und Halbzeitführung einfach nicht verlieren.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare