"Triple" perfekt: Werner Triathleten steigen in die NRW-Liga auf

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Aufsteiger in die NRW-Liga: Die Triathleten des TV Werne Wasserfreunde.

Werne - 2017 stiegen die Triathlon-Männer des TV Werne Wasserfreunde in die Oberliga auf. 2018 folgte der direkte Durchmarsch in die Regionalliga. Nun haben die TV-Dreikämpfer das „Triple“ klar gemacht und starten 2020 in der NRW-Liga. Das ist die höchste Leistungsklasse im stärksten und vereinsreichsten Bundesland.

Ohne Druck starteten die Werner in die fünf Stationen umfassende Regionalliga-Saison. Nach drei Rennen war klar, dass der Aufstieg realistisch ist. „In diesem Moment haben wir unsere Taktik verändert und alles auf den Aufstieg ausgerichtet“, sagt Kapitän Sebastian Nieberg. Beim vorletzten Rennen in Sassenberg sollte das erste Podium her, doch bedingt durch einen Materialdefekt kamen nur drei Wasserfreunde ins Ziel, das Team belegte Rang acht und die Aufstiegsträume wurden bereits enttäuscht abgehakt – bis zum Blick auf die Ergebnisliste. 

Da wurde klar, dass auch die Mitbewerber Federn ließen und es so in Xanten zu einem Herzschlagfinale kommen würde. Den Wernern fehlte ein Rang zum Aufstieg. Mit dieser Ausgangslage reisten 30 Fans und das Werner Team in Bestbesetzung an den Niederrhein. In Xanten startete mit Kamil Jablonski, Stephan Rengelink, Michael Hörsken und Sebastian Nieberg exakt das Quartett, das in den vergangenen beiden Jahren die Aufstiege ins Ziel brachte. Das komplette 9er-Team war vor Ort und stärkte seinen Startern den Rücken. 

Weil in der Regionalliga der Meister gesucht wurde und es für vier Teams noch um zwei Aufstiegsplätze ging, herrschte im Startbereich am Sandstrand des Baggersees nervöse Stimmung. Das Schwimmen über 1 500 Meter war entsprechend hart und umkämpft. Rund um die 30er-Plätze kamen bereits drei Wasserfreunde fast zeitgleich aus dem Wasser – eine gute Ausgangslage nach der schwächsten Werner Disziplin. 

Aufstieg der TV Werne Wasserfreunde Triathleten in die NRW-Liga

Das radstarke Team arbeitete sich danach auf der flachen und windanfälligen Wendepunktstrecke in das erste Drittel des Feldes vor – Kamil Jablonski allen voran, aber das ganze Quartett zeigte überragende Radleistungen im 72-köpfigen Starterfeld mit einem Durchschnitt von mehr als 40 km/h. „Die Unterstützung vor allem an der Radstrecke war einmalig. Die Anfeuerung unserer Fans an der Strecke war wie Rückenwind“, meinte Stephan Rengelink. 

Aufgrund der lauffreundlichen Temperaturen rund um 20 Grad war über die zehn Kilometer mit schnellen Zeiten zu rechnen. An vier Wendepunkten waren Konkurrenz und Abstände genau zu beobachten. Weiter schoben sich hier die Werner im Feld nach vorne. Kamil Jablonski lief herausragend als Fünfter ins Ziel. Sebastian Nieberg lieferte die schnellste Werner Laufzeit ab und arbeitete sich auf Platz 14 vor. Mit Krämpfen hatte Stephan Rengelink zu kämpfen, sicherte aber Einzelrang 17; dies dicht gefolgt von Michael Hörsken, der 18. wurde.

 „Pünktlich zum Saisonfinale haben wir mal wieder unser bestes Ergebnis abgeliefert“, freute sich Teamkapitän Nieberg. In der Teamwertung gab’s Rang zwei und damit das erste Podium der Saison. Das reichte, um als Tabellenfünfte aufzusteigen. Stephan Rengelink stellt noch mal klar, dass „jeder aus dem Team ein Stück Aufstieg zu verantworten hat. Die Saison verlief über alle fünf Rennen und den Aufstieg haben wir uns nun alle selbst eingebrockt.“

 Regionalligastarter Dennis Thelen hatte die Fans mit Shirts passend zum Finale eingekleidet. „Über 30 Leute sind für uns in Xanten angereist und wir sind den besten Ultras der Welt so unfassbar dankbar“, freute sich Kamil Jablonski. Gefeiert wurde dann bei der Siegerehrung. Mit der Übergabe der 1,5 Liter-Flasche Sekt eskalierte es und alle durften Teil einer Dusche werden.

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