Werner SC: Matuschek folgt auf Kurt Gumprich

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Thomas Matuschek wurde gestern vom WSC-Fußballvorsitzenden Thomas Overmann (rechts) und von Rainer Littau als Nachfolger von Kurt Gumprich vorgestellt.

Werne - Thomas Matuschek aus Massen ist Nachfolger von Kurt Gumprich als Trainer der zweiten Mannschaft beim Fußball-Bezirksligisten Werner SC. Vorsitzender Thomas Overmann stellte den 47-Jährigen am Mittag vor.

Für Matuschek ist es die erste Trainerstation, als Spieler verfügt er über mehrjährige Erfahrung aus der Oberliga mit Hamm und Beckum. „Als Kutte (Kurtulus Öztürk, d. Red.) als Ex-Profi zu uns gekommen ist, war die Situation auch nicht anders. Irgendwann muss man anfangen. Und bei ihm hat es ja auch geklappt“, sagt Overmann.

Matuschek wird am 17. Januar mit dem Einstieg in die Vorbereitung auf die Rückrunde in der Kreisliga A2 (Münster) seine Arbeit aufnehmen. Bis zum ersten Punktspiel am 28. Februar wird er im Groben den von seinem Vorgänger ausgarbeiteten Plan umsetzen – unter anderem mit Spielen gegen SV Stockum, SuS Oberaden, Wethmars U23 und Fortuna Walstedde.

„Fußball soll Spaß machen, und das wird er bei uns auch, aber ich lege viel Wert auf Disziplin. Nur dann kann man gut Fußball spielen“, sagt Matuschek, der auch für Davaria Davensberg in der Verbandsliga spielte. Großen Wert legt er zunächst in den sechs Wochen auch auf die taktische Grundausrichtung.

„Ich möchte etwas bewegen und die Mannschaft weiter entwickeln“, sagt der ehemalige Abwehrrecke der Hammer SpVg, der übrigens von einem Werner Trainer aus der Kreisliga geholt wurde: Manfred Balcerzak. „Alle haben mich gewarnt, aber ich habe es geschafft“, sagt Matuschek, und – Gruß an die neuen Spieler: „Mit Talent, aber vor allem mit viel Fleiß und harter Trainingsarbeit ist vieles möglich.“

Anschließend nahm er auch von Trainern wie Guido Fleige, Uli Gäher (zwei Ex-Preußen) oder Volker Rieske vieles mit. Vor allem dies: Ballbesitz ist das A und O. „Ich weiß aber“, sagt er, „dass ein guter Fußballer nicht automatisch ein guter Trainer sein muss.“

Sein Vorteil: Beim WSC wird bereits mit Blick auf die Saison 2016/2017 gearbeitet. Bei 16 Punkten Vorsprung auf den Tabellenvorletzten ist der Liga-Erhalt so gut wie sicher. „Da ist Planungssicherheit. Ich muss keinen Ergebnisfußball spielen lassen. Ich habe fünf Monate Zeit, meine Philosophie zu vermitteln.“

Matuschek hatte als Apotheken-Refernt im Außendienst keine Zeit, einen Trainerposten zu übernehmen. Nach einer Umorientierung innerhalb der Branche sieht das anders aus. Beruflich ist auch der Kontakt zu Rainer Littau, Trainer der dritten Mannschaft. „Wir haben uns immer mal über das Thema unterhalten, aber ohne Zeitfenster“, sagt Littau. Als sich Kurt Gumprich nun kurzfristig zum FC TuRa Bergkamen verabschiedet habe, sei die Gelegenheit günstig gewesen. „Bevor er zum Beispiel A-Jugendtrainer in Holzwickede wird“, wie Littau sagt.

Für Thomas Overmann ist wichtig, dass der neue keinen Stallgeruch hat und vor allem nicht der Eindruck erweckt wird, er sei eine Notlösung: „Die Spieler sollen die Ernsthaftigkeit unserer Bemühungen sehen und vor allem mekren, dass wir sie weiter entwickeln wollen.“ Und Matuschek macht klar: „Auch die Kreisliga A ist schon eine Leistungsliga.“

Der Neue weiß aus Erfahrung, dass die „Erste“ Vorrang haben wird. „Aber“, sagt Thomas Overmann, „wenn die beiden Trainer sich unterhalten, dann reden zwei vom Fach. Er wird sich gut mit Kutte ergänzen.“

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