Werner Talent Robin Schmitt beim FC Schalke

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Robin Schmitt.

WERNE -  Am Mittwoch kickte mit Marvin Pourie ein Werner Fußballer und ehemaliger Spieler des FC Schalke 04 in der Champions League. Darin einmal anzutreten ist auch das Ziel eines jungen Mannes aus Langern: Robin Schmitt. Ihm steht die Zukunft bei den Königsblauen noch bevor.

Am Samstag wartet auf den 14-Jährigen die Feuertaufe. Mit den U15-Junioren steht das Auftaktspiel zur Regionalliga West gegen Borussia Mönchengladbach auf dem Programm. Am Ende stand es 0:4, Schmitt spielte 70 Minuten.

Dass er einmal Profi werden möchte, macht Robin gleich deutlich: „Sonst würde ich den ganzen Aufwand ja nicht betreiben“, sagt er. Vier Mal in der Woche wird er vom Fahrdienst aus Langern abgeholt und nach Gelsenkirchen zum Training gefahren. Hinzu kommen Turniere sowie die Test-, Pokal- und Punktspiele.

Dass dies alles noch keine Garantie dafür ist, sich den Traum von der Bundesliga, geschweige denn auch jenen von der europäischen Bühne zu erfüllen, weiß der Schüler des Anne-Frank-Gymnasiums zu gut: Die Luft wird dünn und dünner, je höher es hinausgeht. So bleibt der Fokus auf das Lernen gerichtet. „Noch klappt’s, aber ich weiß nicht, was nächstes Jahr kommt. Es wird ja immer schwerer“, sagt Robin Schmitt und hofft darauf, dass die Balance zwischen leistungsorientiertem Sport und schulischer Ausbildung noch lange stimmen wird.

Zum Fußball kam er 2006. Auslöser: Die Euphorie bei der Weltmeisterschaft im eigenen Land. „Ich habe zwar mit vier Jahren schon mal mitgespielt, aber dann eher keine Lust mehr gehabt“, erinnert sich Robin. Bis er Michael Ballack gesehen hat und so spielen wollte wie der 98-malige Nationalkicker und damalige „Capitano“ in Jürgen Klinsmanns Team.

Bei Grün-Schwarz Cappenberg wurde dann nicht nur Peter Jücker schnell auf den Jungen aufmerksam, auch am Stützpunkt des Kreises war er bald Dauergast.

Bei der Westfalenmeisterschaft für die Kreisauswahl--Mannschaften wurde Robin Schmitt schließlich von den Scouts des VfL Bochum entdeckt. Dort entwickelt er sich zum U14-Westfalenauswahl-spieler und wurde nach dem Landesturnier des Deutschen Fußball-Bundes wiederum für die Schalker interessant. Dort ist er nun seit dem 1. Juli am Ball und will sich „immer weiter entwickeln.“ Sein Trainer auf Schalke ist Willi Landgraf, Rekordspieler in der 2. Bundesliga. Dass der einst mit dem Spitznamen „Willi das Kampfschwein“ geadelt wurde, ist für Robin neu und ganz witzig, aber auch egal: „Wir dürfen ihn nur Herr Landgraf nennen.“

Herr Landgraf also hat Robin Schmitt und seine Kollegen unter anderem bei einem 5-tägigen Trainingslager in Kühlungsborn und in vielen Testspielen gegen Paderborn, Rostock, PSV Eindhoven und andere fit gemacht für die Saison. Die Generalprobe für die Liga brachte einen 4:1-Erfolg über Hannover 96. Robin Schmitt spielte durch – vor der Pause rechts defensiv, nach dem Seitenwechsel rechts offensiv. „Die rechte Außenbahn ist mein Zuhause“, sagt der Neu-Schalker.

Für das Spiel heute ist klar: „Wir wollen gewinnen.“ Die Chancen auf den Meistertitel sind da, größter Konkurrent ist Bayer Leverkusen. Zu Borussia Dortmund geht’s bereits im ersten Auswärtsspiel. „Das kann lustig werden“, sagt Robin, „denn in Dortmund kenne ich viele durch die Westfalenauswahl.“ Sowieso kenne in dieser Liga jeder jeden und jeder große Klub jedes Talent.

Unabhängig vom Ausgang des Spiels am Morgen gegen Borussia Mönchengladbach wartet auf den jungen Werner heute Abend noch ein Highlight. Er erlebt in der Arena die Weltmeister vom FC Bayern hautnah – als Balljunge.

Ein richtiges Vorbild ist der Ex-Schalker Pourie für Robin Schmitt übrigens nicht. Klare Ansage: „Ich will besser werden als er.“ - gu

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