Werner SC stellt Ex-Profi Lars Müller offiziell als Trainer vor

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Lars Müller (mit Ball) am Montag bei seiner Vorstellung mit Rainer Littau, Thomas Overmann, Stefan Möller, Lars Müller, Michael Laschitza und Christof Zillligen (von links).

Werne - „Die Spieler weiter nach vorne entwickeln, das ist meine Aufgabe“, sagt Lars Müller, der neue Trainer des Landesliga-Aufsteigers Werner SC.

Heute (Montag) stellten der Fußball-Vorsitzende des Sport Clubs, Thomas Overmann, und der geschäftsführende Vorstand den 41-Jährigen offiziell als Nachfolger von Kurtulus Öztürk vor.

Nach dem überraschenden Wechsel des alten Trainers in neuer Funktion zum ambitionierten Regionalligisten Viktoria Köln hatte Müller sich nach relativ kurzer Bedenkzeit dazu entschieden, seinem Heimatverein – er stammt aus dem Fusionsvorläufer Sportfreunde 67 – zu helfen. „Insofern ist das schon eine Herzensangelegenheit“, sagt der frühere U21-Nationalspieler, der mehr als 400 Profispiele für Klubs wie Borussia Dortmund, 1. FC Nürnberg, FC Augsburg und RB Leipzig absolviert hat.

Nach dieser komplett auf den Sport fixierten Zeit – und einem Intermezzo bei der Hammer Spielvereinigung – habe er „wirklich keinen Kopf mehr für Fußball gehabt und auch keine großen Ambitionen, noch als Trainer zu arbeiten“, sagt Müller. Das war auch ein Grund dafür, dass sich der Sport Club vor zwei Jahren – als RW Ahlen um die Dienste Öztürks angefragt hatte – einen Korb eingefangen hatte. „Aber“, sagt der 2. Vorsitzende Rainer Littau, „im Fußball ist es immer wichtig, noch mal nachzusetzen.“ Und so führte das erste Hin- und Hertexten schnell zu konkreten Gesprächen – mit bekanntem Ausgang.

„Ich habe inzwischen meine Meinung über den Fußball auch ein bisschen geändert“, sagt Müller, „es ist natürlich eine andere Art, Fußball zu spielen, und auch das ganze Drumherum ist anders. Aber gewinnen wollen wir alle.“

Die Systemfrage blieb gestern Abend außen vor. „Ich habe schon meine Vorstellungen“, sagt der neue Trainer, verweist aber auf viele Faktoren, die einwirken – nicht zuletzt, was der Kader vorgibt und welche Spieler zur Verfügung stehen. Mit Yakup Köse, den von Öztürk favorisierten und eigentlich verpflichteten Spielführer des Oberligisten Hammer SpVg, will Müller reden, mit anderen Spielern auch. Und auch das, was Öztürk zu sagen hat, „werde ich mir anhören. Es wäre fahrlässig, das nicht zu tun.“ Beide kennen sich aus der gemeinsamen Zeit bei der Hammer SpVg. „Ich verstehe mich gut mit Kutte“, sagt Müller.

Die Termine für die Testspiele werde er aus Öztürks Plänen übernehmen, aber bei den Trainingseinheiten wolle er „schon lieber selber sehen, was ich wie wann machen möchte.“ Rainer Littau wird übrigens ab dem Vorbereitungsstart am 5. Juli als Torwartrainer dabei sein, Christof Zilligen weiter als Co-Trainer. Er erfuhr auf Mallorca während der Abschlusstour mit einem Teil der Mannschaft von Müllers Verpflichtung und war ebenso angetan wie der Rest der Truppe. Zilligen lächelt: „Das erste Feedback war super. Es ging ein Raunen durch den Bierkönig“, sagt er.

Und auch bei Lars Müller entwickelt sich erste Vorfreude: „Ich sehe mich tatsächlich schon mit dem Fahrrad zum Training fahren....“

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