Beim Provinzialturnier vor eigenem Publikum:

Werner Springreiter sichern sich Goldmedaille in der Teamwertung

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Das Werner Springteam mit Stephan Naber, Lutz Gripshöver, Hannah Kosanetzki, Tobias Vollmer und Trainer Ralf Kosanetzki

Werne - Der RV St. Georg Werne darf das Provinzialturnier nicht nur organistorisch als vollen Erfolg betrachten. Auch sportlich hatten die Mannschaftsführer des gastgebenden Vereins wenig zu meckern. Höhepunkt: Der Westfalenmeistertitel für die Springreiter.

Am Ende der drei Turniertage gab es für die Gastgeber eine besondere Ehrung: Sie bekamen vom Verbandspräsidenten, Rudolph Herzog von Croÿ, die Medaille für den in der Summe erfolgreichsten Verein überreicht, was Reitlehrer Heinrich Schwert sichtlich bewegte. 

 Bei den Springreitern wurden Erinnerungen wach an das Westfalenturnier, das die Werner 2001 ausgerichtet hatten. Damals siegte das St. Georg-Quartett in der Besetzung Michaela und Christine Jandt, Silvia Gripshöver und Oliver Schaal. Gestern holten sich Lutz Gripshöver, Stephan Naber, Tobias Vollmer und Hannah Kosanetzki den westfälischen Mannschaftstitel. Mit drei Reitern erreichten sie das Stechen der finalen Prüfung der Klasse M**. 

Für ein besonderes Highlight sorgte im Stechen Lutz Gripshöver. Nachdem er mit Bordeaux die ersten beiden Sprünge überwunden hatte, kam er zu groß über den dritten – für sein Pferd das sichere Zeichen, den nahe stehenden ersten noch einmal von der anderen Seite aus zu springen. Gripshövers Überredungskünste halfen nicht – spektakulär ging es über den Sprung und gleich zurück auf den Abreiteplatz. Dass der ehemalige Nationenpreisreiter den Parcours nicht beenden durfte – für die Gesamwertung geschenkt. 

Herausragend ist für den RV St. Georg auch der Gewinn der Bronzemedaille in der Mannschaftsdressur in der Besetzung Luna Laabs, Leonie Gripshöver und Ann-Kathrin Leisentritt. „Das ist für uns eine absolute Überraschung“, freute sich Heinrich Schwert über den dritten Platz seiner Schützlinge in einem hochkarätigen Feld. „Platz fünf wäre für uns realistisch gewesen hinter Kalthof, Ostbevern, Lützow und Rhede“, meinte Schwert mit Blick auf deren Starterpaare von denen viele in Dressuren der schweren Klasse bereits erfolgreich unterwegs sind.

Auch Stephan Schwert als Verantwortlicher für die Ponyreiter war überaus zufrieden. „Im Gelände einen nach vorne, im Springen einen nach vorne, die Dressur müssen wir für das nächste Jahr noch ein bisschen üben“, meinte der Reitlehrer, der für sein Team Platz sechs notierte. 

„Mehr war nicht zu erwarten. Wir hatten im Gelände drei Nuller und einen Abwurf im Springen, damit muss man sich nicht verstecken“, sagte Stephan Schwert, der mit Janne Bergmann, Louisa Jandt, Leonie Vehring, Xenia Wlk, Laura Schwert und Anna Kroes ein junges Team ins Rennen schickte: „Gegen unsere Mädels waren die anderen fast erwachsen.“ Pech hatte Xenia Wlk, die während der Siegerehrung von einem frenden Pony getreten wurde und zum Röntgen ins Krankenhaus musste.

Ebenso Herausragend: Josephine Wilms gewann – wie 2017 in Rhynern – die Einzelwertung des Standartenwettkampfs. Beim anschließenden Springen war ihr die Titelverteidigung nach der Nullrunde mit Crawley nicht mehr zu nehmen. Ansonsten sagt Heinrich Schwert: „Wir dürfen sehr zufrieden mit dem fünften und sechsten Platz sein. Das muss man auch erst einmal hinkriegen, mit zwei Mannschaften zu einem solchen Wettbewerb anzutreten.“ In allen vier Disziplinen zeigten die Werner Reiterinnen und Reiter durchweg gute Leistungen.

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