WSC-Zuschauer maulig, VfL-Anhänger üben

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Oliver Winter war der Matchwinner für den WSC gegen Oberaden.

WERNE - Die Meisterfeier probten die Fans des VfL Kemminghausen am Sonntag zwar noch nicht, aber: Diejenigen, die mit dem Bus den Heimweg vom Spiel beim TuS Hannibal antraten, drehten schon mal eine Ehrenrunde um den Borsigplatz.

Für die Fans des VfL war es nach dem Spielabbruch am Hoeschpark das feucht-fröhliche Highlight des Tages. Anders war die Stimmungslage beim Anhang des Werner SC. Denn dieser machte sich nach dem mühsamen 2:0 (0:0) gegen Absteiger SuS Oberaden eher still und nachdenklich auf den Heimweg.

Einige verschafften sich allerdings während des Spiels noch einmal Luft. „Ich will unsere Leistung nicht schön reden. Aber ich verstehe diese Stimmung nicht. Da muss ich die Mannschaft in Schutz nehmen“, sagt Trainer Kurtulus Öztürk, denn: „Wir haben seit Anfang November nicht mehr verloren und haben uns ein echtes Endspiel erarbeitet. Da kann man die Kirche mal im Dorf lassen.“

Bis zum Liga-Gipfel am kommenden Montag in Kemminghausen soll das möglichst vergessen sein. „Ich habe bei einigen das Gefühl, dass sie unter den Erwartungen verkrampfen. Ich muss wieder Coolness und Lockerheit reinkriegen“, sagt Öztürk. Für den Abend wurde ein Gute-Laune-Training angesetzt. Schließlich ist das eigentliche Saisonziel erreicht. „Wir haben schon jetzt mehr Punkte als in der letzten Saison und das steht auch dafür, dass die Mannschaft sich entwickelt hat“, sagt der Werner Trainer. „Ansonsten“, meint Öztürk, „kann ja wirklich alles passieren.“

Kemminghausen in der Favoritenrolle

Dies vor allem dem bisher unbesiegten VfL Kemminghausen: „Es kann ja sogar sein, dass die mit nur einer einzigen Niederlage nicht einmal Meister werden.“ So sieht er den größeren Druck aktuell bei den Gastgebern – und die Favoritenrolle auch. „Wir sind eigentlich der Herausforderer, müssen diese Rolle annehmen und kämpfen.“ Welche Erwartungen das Team im Verlauf der Saison geweckt hat, lässt sich an dem Interesse für die Partie am Pfingsmontag erkennen.

Mit zwei Bussen geht es Pfingstmontag an den Gretelweg. Wie die Mannschaft und ihre Grundausrichtung aussehen wird, mit der möglichst Revanche genommen werden soll für die 0:3-Niederlage im Hinspiel, ist noch offen. Fest steht, dass Jussef Saado sich wieder an den Adduktoren verletzt hat und nicht spielen kann. Außerdem fehlt Winter-Zugang Julian Rohlmann (Urlaub). Ihn dürfte auf der linken Seite Janis Leenders vertreten.

Ein Kandidat für die Startelf ist seit Sonntag wieder Oliver Winter. „Wir alle wissen, was wir an ihm haben“, sagt Trainer Öztürk über seinen „Joker-Joker“, denn der 27-Jährige ist universell einsetzbar und ein Mann, der sich schnell dem jeweiligen Spielgeschehen anpassen kann. Gegen Oberaden jedenfalls sorgte er für den Führungstreffer und bereitete auch das zweite Tor von Daniel Durkalic vor. Die Vorbereitung soll so vernünftig ablaufen wie immer. Öztürk: „Ich muss da keinen heiß machen. Es reicht, wenn ich die Aufstellung ans Brett mache und die Jungs dann nach draußen schicke.“ - gu

Infos zu den Fanbussen am Pfingstmontag (Anstoß 15 Uhr) gibt es bei Thomas Overmann unter Telefon 0152/56 11 31 16.

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