Werner Profis Marvin Pourie und Lars Müller im Doppel-Interview

Lars Müller gegen den Schalker Lukas Schmitz.

LEIPZIG ▪ Zwei Werner Fußballer bereiten sich gerade mit ihren Vereinen auf die Saison 2010/11 vor.

Der 33-jährige Lars Müller will weiter am Durchmarsch der Regionalliga-Fußballer RB Leipzig von der Ober- bis in die Bundesliga helfen und hat bereits 132 Einsätze in der Bundesliga (203 in der 2. Liga) absolviert.

Marvin Pourie (19 Jahre) will beim FC Schalke nach 18 Einsätzen in der 2. Bundesliga für die TuS Koblenz und den TSV 1860 München den eigenen Durchbruch im Oberhaus schaffen und mit dem FC Schalke möglichst viel erreichen.

Am Samstag traf Lars Müller mit dem RasenBallsport Leipzig im Zentralstadion bei der offiziellen Saisoneröffnung der Sachsen auf Schalke (1:2). Ein direktes Aufeinandertreffen der beiden Werner gab es jedoch nicht, denn bevor Marvin Pourie in der 82. Minute nach knapp 60-minütiger Aufwärmphase eingewechselt wurde, war Lars Müller nach 72 Minuten schon von Neu-Trainer Tomas Oral vom Platz genommen worden, nachdem er Farfan wenig Entfaltungsmöglichkeiten gelassen hatte.

Nach dem Spiel stellten sich die zwei Werner Fußball-Profis den Fragen von WA-Mitarbeiter Thomas Müller – natürlich auch nacheinander.

Herr Müller, RasenBallsport Leipzig hat hohe Ziele und im Sommer den halben Kader umgebaut. Wie läuft die Vorbereitung? Zufrieden?

Müller:Ja, es sind schon qualitativ gute Spieler gekommen. Wir sind spielerisch sicher besser geworden. Es war auch eine große Anzahl an Spielern und außerdem ist die gesamte sportliche Leitung ausgetauscht worden. Es war ein großer Umbruch.

Trainer und Manager mussten im Sommer gehen, obwohl souverän die Meisterschaft in der Oberliga gelang. Was sind die Ziele für die neue Spielzeit?

Müller: Wir müssen einfach eine gute Saison spielen. Die großen Ziele des Vereins sind ja kein Geheimnis: Aber in meinen Augen ist die Meisterschaft nicht Pflicht für uns.

Der Hauptsponsor Red Bull will aber so schnell es geht in die Bundesliga.

Müller: Sicher, aber der Druck ist in diesem Jahr nicht so groß wie noch in der Oberliga. Aber ratsam wäre es sicherlich für uns, wenn wir aufsteigen.

Und dann? Laufen Sie auch noch in der 3. Liga für Leipzig auf?

Müller:Mein Vertrag läuft hier noch ein Jahr, und ich gehe erstmal davon aus, dass ich nur noch ein Jahr spiele. Dann ist Schluss.

Heute hätte es fast ein Aufeinandertreffen mit dem nächsten Werner Bundesliga-Spieler gegeben. Marvin Pourie und Sie haben sich knapp verpasst.

Müller: Da kann ich nichts machen. Der ist ja erst so spät reingekommen (lacht). Aber es ist normal, dass man in der Vorbereitung die Spiele nicht komplett macht. Wir haben heute nach 70 Minuten sechs Spieler der ersten Elf ausgetauscht.

Glauben Sie, dass Marvin Pourie den Sprung in die Bundesliga schaffen kann?

Müller:Ich kann ihn sportlich kaum einschätzen, weil ich ihn bislang kaum gesehen habe. Meistens hat er gespielt, wenn ich auch ein Spiel hatte.

Herr Pourie, Lars Müller und Sie haben sich eben knapp verpasst. So ist das direkte Duell zweier Werner ausgefallen.

Pourie: Ja, ich hab mich zu lang warm gelaufen (lacht). Aber ich bin froh über jeden Einsatz, damit ich mich so peu á peu an die Mannschaft heranarbeiten kann.

Wie läuft denn insgesamt die Vorbereitung für Sie beim FC Schalke?

Pourie: Super, natürlich ist es auch ziemlich anstrengend, wir haben viel gearbeitet, aber ich fühle mich echt gut.

Ist das Training bei Felix Magath wirklich so viel härter als bei anderen Trainern?

Pourie: Sicher nimmt er uns hart ran. Das gehört sich aber auch so. Wir spielen in der 1. Bundesliga, da müssen wir fit sein. Und dann kommen in diesem Jahr noch die Spiele in der Champions League dazu.

Was sind Ihre persönlichen Ziele für die kommende Spielzeit?

Pourie:Ich möchte so oft wie möglich zum Einsatz kommen. Ich bin aber ein junger Spieler und da muss man sich ganz hinten anstellen, aber das mache ich auch.

Der Einsatz hat sich ausgezahlt: Magath hat Sie während der Vorbereitung oft gebracht.

Pourie: Ich habe viel gespielt und bin zufrieden mit der Situation. Ich stelle mich aber gerne hinten an und werde weiter alles in den Spielen und beim Training geben, um zu spielen.

Der Konkurrenzkampf im Sturm wird demnächst wohl ein bisschen größer. Macht die mögliche Verpflichtung von Raúl nicht ein bisschen Sorgen?

Pourie: Überhaupt nicht. Daran ist nichts schlecht. Raúl hat über 100 Champions-League-Spiele. Von dem kann ich noch viel lernen.

Wie geht es jetzt weiter? Zurück ins Trainingslager zu den Medizinbällen?

Pourie: Nein, nein. Das Trainingslager haben wir hinter uns und nach den Spielen an diesem Wochenende haben wir erst einmal zwei, drei Tage frei. Und dann wartet am Wochenende ja schon der Liga-Pokal.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare