Werner Männer geben Erfolg aus der Hand, TVW-Frauen siegen in Kaiserau

Alexander Gröblinghoff erzielte sechs Treffer für den TV Werne. - Foto: Wagner

Werne - Ähnlich wie in Ahlen reichte eine deutliche Führung in Lünen nicht zum Sieg für die Werner Bezirksliga-Männer. Die Werner Frauen behaupteten hingegen ihren vierten Platz nach dem Erfolg gegen Kaiserau.

Bezirksliga (Hellweg) Männer: Lüner SV – TV Werne 28:25 (11:14). Das Bild erinnerte stark an die Vorwoche. Trotz einer zwischenzeitlichen Fünf-Tore-Führung in der zweiten Halbzeit verloren die Werner Männer beim Derby in Lünen erneut den Faden und gaben so den Sieg aus der Hand. „Das war das Ahlen-Syndrom, es war im Prinzip genau dasselbe wie eine Woche vorher“, stellte ein etwas ratloser Axel Taudien fest, der sich noch nicht erklären kann, warum seine Mannschaft von jetzt auf gleich den Faden verliert. „Warum das so ist, weiß ich nicht. Wir versuchen plötzlich neue Dinge zu machen anstatt uns auf die Dinge zu konzentrieren, die ja vorher offensichtlich gut geklappt haben“, erklärt der TVW-Coach.

Die Werner Männer starteten gut in die Partie, führten nach sechs Minuten mit 4:2 und erholten sich auch von einer kleinen Schwächephase, in der Lünen kurzfristig die Führung übernahm (4:5/13.). Die zweite Hälfte war ein Spiegelbild des ersten Durchgangs. Die Werner Männer ließen Lünen in einer Schwächephase auf 19:18 (43.) herankommen, zogen dann aber wieder auf drei Tore weg (22:19/46.). Doch dann schlich sich langsam der Schlendrian ein, Lünen arbeitete sich heran und rund zehn Minuten vor Schluss gelang den Gastgebern der Ausgleich und die erste Führung nach der Pause (23:22/53.). Im Gegenzug verwarf Tobias Jäger dann einen Siebenmeter und trotz Team-Timeout kamen die Werner Männer nicht wieder zurück in die Spur.

„Wir haben noch eine relativ junge Mannschaft, ich denke es braucht auch individuelle Gespräche, damit den Spielern klar wird, dass sie in vielen Situationen nicht hektisch werden und die Ruhe behalten, wenn etwas auch mal nicht klappt“, legt Taudien seine Arbeit für die kommenden Woche fest. Er forscht aber auch bei sich selbst nach Gründen für die Niederlage. „Ich hätte vielleicht früher oder überhaupt mal den zweiten Kreisläufer reinbringen müssen. Das ist, was ich mir ankreide“, geht Taudien auch mit sich ins Gericht.

TVW: Wulfert – Harhoff, T. Schüttpelz (1/1), Nadrowski, Gröblinghoff (6), Berg, Leidecker, Müller, Brocke, Jäger (8/3), Gründken (1), Most (3), F. Schüttpelz (4), Schneider (2)

Bezirksliga (Hellweg) Frauen: TV Germania Kaiserau – TV Werne 18:21 (10:11). Die Werner Frauen nutzten mit einer starken Vorstellung die Patzer der Konkurrenz wie Lüner SV II (21:22 gegen SGH Unna Massen) und Königsborner SV II (19:24 gegen TuS Jahn Dellwig) und halten den Kontakt zur Spitzengruppe.

Dabei taten sich die TVW-Frauen in der ersten Hälfte noch schwer. Sie hatten zunächst Probleme im Deckungsverbund, Kaiserau erzielte die ersten drei Tore durch Siebenmeter. „Da waren wir nicht aggressiv genug, haben die Gegenspieler zu spät aufgenommen“, erklärte Trainer Hansjoachim Nickolay.

So ging Kaiserau sogar zwischenzeitlich in Führung (7:5/15.), die Werner Frauen blieben aber ruhig und holten sich zur Pause die Führung zurück, wenn auch nur knapp (10:11).

In der zweiten Hälfte klappte es auch mit dem Tempo in den eigenen Angriffen, sodass die Nickolay-Sieben die Führung kontinuierlich über 13:10 (33.), 18:13 (45.) und 20:17 (54.) weiter ausbaute. „Wir haben in der Deckung stark verschoben und wenn doch mal etwas durchkam, hat Ira Schöße super gehalten“, lobte Nickolay seine Torhüterin.

Mit Blick auf die Patzer der Konkurrenz fügte der TVW-Coach noch hinzu: „Wir müssen unsere Hausaufgaben machen und schauen, was dann dabei herauskommt.“

TVW: Schöße – Siebels, Bergmann (2), Przybilla (2), A. Majchrzak, Hattop (1), Holtrup, X. Majcchrzak (2), Stengl (3), Nickolay (1), Goletz (3/1), Lambert, Heinrich (7)

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