Werner Landesliga-Frauen besiegen ihren früheren Meistertrainer - TVW-Männer siegen in Ahlen dank eines 17-Tore-Mannes

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Die Werner Frauen besiegten am Samstag den Hammer SC.

Werne – Die Landesliga-Frauen des TV Werne haben am Samstag das Duell mit ihrem ehemaligen Meistertrainer Hansjoachim Nickolay gewonnen. Die Werner Männer siegen in Ahlen dank eines überragenden 17-Tore-Mannes.

 Mit 24:19 (12:9) siegt das Team von Beate Przybilla gegen den Hammer SC, spielt sich damit auf den sechsten Platz vor und schießt den HSC wohl endgültig aus dem Titelrennen. „Das sind zwei wichtige Punkte. Für uns sieht jetzt alles gut aus“, meint die Werner Trainerin.

 „Wir haben in der Deckung sehr gut gearbeitet, haben schnelle, einfache Tore erzielt und auch im gebundenen Spiel fast immer eine Lösung gefunden“, freut sich Przybilla.

 „Wir waren neben der Spur und haben vorne zu viele technische Fehler gemacht, die dann bestraft worden sind. Das war so nicht geplant, aber Werne war einfach stärker“, analysiert hingegen Nickolay. 

Am Anfang sieht alles nach einem Abend für den Favoriten aus. „Wir sind sehr nervös gestartet, haben zu wenig Druck gemacht“, sagt Przybilla zur Startphase, in der die Gäste sogar mit 5:2 in Führung gehen. 

Etwa ab der 10. Minute wird das Spiel der Werner Frauen stabiler und sicherer in der Abwehr. Und mit Beginn der 16. Minute sorgt Janina Schöpper für die erste Führung (6:5), die bis zum Seitenwechsel auf drei Tore ausgebaut wird. Nach dem Anpfiff zur zweiten Halbzeit bauen die Werner Frauen den Vorsprung auf fünf Tore aus (16:11) und Nickolay nimmt eine Auszeit, um seine Spielerinnen wach zu rütteln. „Wir hatten überhaupt keine Körpersprache“, begründet er die lautstarke Ansage. 

Es wirkt zumindest ein bisschen, aber: „Wir haben die Melina (Kalwey, d. Red.) warm geschossen“, meint er. „Ich hatte das Gefühl, die Hammer wussten manchmal gar nicht, was sie machen sollten“, sagt Przybilla, deren Team noch einmal ein wenig in Gefahr gerät. 

Als die HSC-Frauen auf 16:18 verkürzen, da – sagt die Trainerin – „wurde es noch einmal kribbelig, weil wir technische Fehler gemacht haben und auch ein bisschen Wurfpech hatten.“ Allerdings sorgten ihre Schützlinge gut drei Minuten vor dem Ende mit zwei Kontertoren wieder für eine Vier-Tore-Führung (22:18) und da – sagt Hansjoachim Nickolay – „gingen bei uns die Köpfe wieder nach unten.“

 „Wir haben am Ende verdient gewonnen“ freut sich Beate Przybilla, deren Team mit jetzt 15:15 Punkten aus dem Gröbsten heraus ist. Der Hammer SC hat bei jetzt sechs Punkten Rückstand den Kontakt zum Spitzenreiter Königsborn II verloren. 

TV Werne: Kalwey, Leder – Buschmann 3, Schöpper 4, Nordlohne, Goletz 4, Stengl 3/1, Theisen 2, Drohmann 1, X. Majchrzak 2, Przybilla 5/1, Siebels, Schindelbauer, Vondermaßen 

Spielfilm: 0:2, 2:5, 6:5, 8:8, 12:9 – 13:11, 16:11, 20:16, 20:18, 22:18, 24:19

Handball, Bezirksliga Hellweg (Männer): Ahlener SG III - TV Werne 23:27 (12:16). Mit dem siebten Saisonsieg haben die Werner am Sonntagabend gegen den Abstiegskandidaten ihr Punktekonto ausgeglichen (15:15) und den Platz im Mittelfeld gesichert. 

„Am Anfang der Saison hätten wir ein solches Spiel noch verloren, dieses Mal haben wir die Ruhe bewahrt“, sieht Trainer Axel Taudien eine positive Entwicklung. „Am Ende“, sag er, „war unser Sieg auch verdient.“ Überragender Mann auf der Platte war Tobias Schüttpelz, der 17 Tore erzielte, dabei von acht Siebenmetern sieben verwandelte. Offenbar liegt ihm das eigentlich ungewohnte Spiel mit einem geharzten Ball besonders.

 Allerdings hatten die Werner nach dem Seitenwechsel doch einige Probleme in der Abwehr. Diverse Umstellungen, die Taudien tätigte, halfen zunächst nicht und die Gastgeber glichen zum 20:20 sogar wieder aus. Mehr gelang ihnen aber auch nicht, denn Taudien ließ den Ahlener Haupttorschützen in Manndeckung nehmen.

 Die Ballgewinne münzten Tobias Schüttpelz und David Leidecker in je zwei Tore um. Mit der 24:20-Führung war die Partie im Grunde entschieden, denn – so Taudien – danach haben wir den Abstand locker halten können.

TV Werne: Wulfert, Rottmann – T. Schüttpelz 17/7, F. Schüttpelz 1, Gröblinghoff, Berg, Leidecker (2), Jäger 1/1, Strunck 1, Drees 2, Schneider, Thiemann 

Spielfilm: 0:2, 5:5, 7:9, 9:12, 10:14, 12:15 – 12:17, 17:18, 20:20, 20:24, 23:27

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