Für den Werner SC: Die „Goldene Ananas“ droht

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Janis Leenders (rechts) dürfte gegen Brambauer in der Startelf stehen. Zuletzt fehlte er wegen seines Studiums.

Werne - Kurtulus Öztürk ist eigentlich nicht so schnell aus der Ruhe zu bringen. Doch nach dem Unentschieden im Bezirksliga-„Verfolgerduell“ mit dem TuS Hannibal brodelte es im Trainer des Werner SC.

Der Schlusspfiff war noch nicht ganz verklungen, da hatte er seine Spieler zu einer ersten Manöverkritik einbestellt. Wer nicht schnell genug in der Kabine war, bekam einen bösen Blick mit auf den Weg.

„Ein 2:2 gegen den Tabellenvierten ist ja kein schlechtes Ergebnis – aber eben nicht nach einer 2:0-Führung. Das haben einige auf die leichte Schulter genommen“, meinte Öztürk.

Platz zwei sei ja immer noch machbar, sagte der Ex-Profi anschließend. Doch die Remis-Könige, die mit sieben fast die Hälfte ihrer 16 Saisonspiele nur unentschieden gespielt haben, hängen als Dritte weiter sieben Punkte hinter dem FCO zurück – ganz zu schweigen von den 15 Punkten, die ihnen momentan zu Spitzenreiter VfL Senden fehlen.

Bleibt auf Dauer wohl nur der Kampf um die Plätze drei bis fünf – also um die „Goldene Ananas“. Für Öztürk das Signal, bereits mit Blick auf die kommende Saison bereits den Konkurrenzkampf zu schüren. „Die Spieler, die bisher weniger gespielt haben, sollen mich weiter im Training überzeugen“, sagt Öztürk. Schon am kommenden Samstag, beim Gastspiel in Brambauer, wird sich die Aufstellung verändern.

Dass Kapitän Chris Thannheiser, der gegen Hannibal zunächst draußen saß, wieder in die Startelf rotieren wird, hat der Trainer bereits angekündigt. Auch Janis Leenders, der aus Studiengründen fehlte, wird ein Starter sein. Und Marvin Stöver ist ebenfalls ein Kandidat für die Anfangsformation.

Öztürk vermisste gegen den TuS Hannibal bei einigen Spielern „die Bereitschaft, die Null zu halten.“ Eine der Ausnahmen: Sechser Dennis Klossek. „An ihm sollen sich einige mal ein Beispiel nehmen, wie konsequent er in die Zweikämpfe gegangen ist“, meint Öztürk.

Das hat auch für Abwehrspieler Dennis Seifert Gültigkeit, der sich nach der Pause in einem Duell am Knöchel verletzte und das Feld verlassen musste. Öztürk: „Ich hoffe, dass er für Brambauer wieder fit wird.“

Weniger begeistert war der Werner Trainer vom Pflichtspiel-Debüt seines Winterzugangs Dominik Hennes. Der Angreifer, vom Landesliga-Tabellenführer Lüner SV gekommen, wirkte schlapp, fand keine Bindung. „Klar ist, dass ich mehr von ihm erwartet habe, er aber von sich selbst auch“, sagt Öztürk, der Hennes zur Pause aus dem Spiel nahm. „Klar war er darüber enttäuscht, aber ich musste etwas tun“, meint der Trainer, aber auch: „Ich hätte ebenso gut auch Erkan Baslarli rausnehmen können.“ Der Torjäger empfahl sich zumindest mit einer sehr guten Vorlage noch für die zweite Halbzeit.

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