Werner SC erhält kleine Kampfansage aus Wiescherhöfen

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Kampf, Einsatz, Wille – Tugenden, die Lars Müller bei seinen Spielern (hier Holtmann, Stöver, Foroghi) sehr schätzt.

Werne – Sechs Spiele, sechs Siege – die Bilanz des Werner SC, bereits mit fünf Punkten Vorsprung vor Kinderhaus Tabellenführer in der Fußball-Landesliga 4, motiviert die Konkurrenz zusätzlich. „Meine Jungs sind heiß. Jeder will der Erste sein, der Werne ein Bein stellt“, sagt Steven Degelmann, Trainer des TuS Wiescherhöfen, vor dem Gastspiel am Sonntag im Lindert.

Obwohl der Hammer Vorort nicht viel weiter entfernt ist als Herbern, fehlt dem Duell der Derbycharakter. Auch für Degelmann ist es nur „gefühlt“ eines, nachdem die Wiescherhöfener gegen ihren Willen aus der Staffel 3 in die 4 umgruppiert worden sind. 

Klar ist, dass die Werner gegen den 13. der Liga favorisiert sind – zumal sie über eine enorme Heimstärke verfügen. Die Hammer nutzten das spielfreie Wochenende dazu, um einigen angeschlagenen Spielern die Ruhe zu geben, ihre Blessuren auszukurieren. Für den Rest stand der Test gegen den A-Ligisten TuRa Bergkamen an, um im Rhythmus zu bleiben. 6:1 lautete das Resultat. 

So muss Degelmann am Sonntag einzig auf Hicham Bouaid verzichten. „Wir müssen nur schauen, ob die große Anzahl von Leuten auch gleichbedeutend ist mit Qualität auf dem Platz“, sagt der Wiescherhöfener Trainer. Sein Kollege Lars Müller ist auch nicht wirklich in Derbystimmung: „Wir haben ein richtiges Derby. Da ist es schwer, ein weiteres Spiel mit einem ähnlichen Stellenwert zu finden“, sagt er, hofft aber dennoch auf einige Zuschauer mehr als sonst üblich: „Dies aber eher wegen der Leistungen der Mannschaft, die es verdient hätte.“ 

„Klar“, sagt Lars Müller, „für die Gegner wird es immer reizvoller, für uns immer schwieriger. Aber die Jungs wissen diese Serie zu schätzen und wollen alles dafür tun, dass sie noch länger halten wird.“ Das war zuletzt auch beim 2:0-Erfolg in Gemen zu spüren. Als es spielerisch bei den Wernern nicht lief, packten sie andere Tugenden aus: „Kämpferisch, spielerisch und vom Einsatz her war das richtig, richtig gut“, sagt Müller. 

Dem ehemaligen Profi werden gegen Wiescherhöfen Yannick Lachowicz, Chris Thannheiser und René Nemitz verletzt fehlen, Burak Katirci ist aus privaten Gründen nicht im Kader. Dafür ist Jannik Prinz nach seiner Ein-Spiel-Sperre wieder im Aufgebot und auch Innenverteidiger Furkan Cirak ist nach überstandener Verletzung wieder im Training.

 Gegen seinen Ex-Verein dürfte ihm allerdings ein Platz auf der Bank bleiben, zumal der Dreier-Abwehrriegel mit Link, Martinovic und Holtmann zurzeit unantastbar ist. Kleinere Veränderungen sind im 3-4-3 aus taktischen Gründen denkbar. „Für größere Maßnahmen besteht ja im Moment auch gar kein Grund“, sagt Lars Müller, und: „Die, die spielen, machen es gut. Und die, die reinkommen, machen es auch gut – so wie Dominik Hennes letzte Woche mit dem Tor in Gemen. Und sie haben irgendwann natürlich auch Ansprüche. So muss es funktionieren zwischen erster Elf und Bank.“

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