WSC empfängt zur Landesliga-Premiere Top-Favorit Münster 08

+
Aus Sicht von WSC-Trainer Lars Müller (rechts) und Co-Trainer Christof Zilligen verlief die Vorbereitung durchwachsen.

Werne - Endlich Landesliga, und das gleich richtig: Auf den Neuling Werner SC warten an den ersten fünf Spieltagen vier Teams, die in einer Trainerumfrage zum Favoritenkreis gezählt werden.

Das sind Ahaus, Mesum, Nottuln und – allen voran – der SC Münster 08, der sich am Sonntag (15 Uhr) im Lindert als Auftaktgegner vorstellen wird. Nur zwei Coaches haben die Nullachter nicht genannt: Burgsteinfurts André Bischof, der Mesum favorisiert, und Mirsad Celebic, der Trainer der Münsteraner.

„Nach diesem Auftaktprogramm wissen wir, ob auch wir ein Aufstiegskandidat sein werden“, nimmt WSC-Trainer Lars Müller dies mit Galgenhumor. Für ihn gestaltete sich die Vorbereitung schwierig. „Durchwachsen“, sagt er. Lange gebuchter Urlaub bei den Spielern und diverse Verletzungen führten zu personellen Engpässen. „Das summiert sich. Du hast einen großen Kader, guckst drauf und merkst, es bleibt gar nicht so viel über“, sagt der 41-Jährige.

Die Situation gestern: Lukas Manka, Niklas Link, Markus Goletz und Henry Poggenpohl haben Adduktorenprobleme, Oliver Winter ist am Oberschenkel verletzt, Marvin Bruland angeschlagen. Auch Chris Thannheiser hat muskuläre Probleme und trainierte am Donnerstag und gestern gar nicht, nachdem er im Pokalspiel gegen Greffen früh aus dem Spiel genommen wurde.

Cem Bozkurt macht noch Urlaub, aus dem sich Dominik Hennes und Jannik Prinz gestern beim Training zurückgemeldet haben. Immerhin hat Yannick Lachowicz, Neuzugang aus Herbern, seine Leidenszeit nach Innenbandriss beendet. Er stand am Donnerstag erstmals wieder im Mannschaftstraining.

Gerne hätte Müller die eine oder andere Trainingseinheit mehr absolviert. Nach seinem kurzfristigen Einstieg für Kurtulus Öztürk habe er erst einmal darauf schauen müssen, „wer von den Jungs was kann und wo ich dann ansetzen muss.“ Zudem habe er sich Zeit dafür nehmen wollen, einfach mal Dinge anzusprechen. „Kopftraining“, nennt er das, was es zum Beispiel nach dem Spiel gegen Greffen gab. Gut eine dreiviertel Stunde habe er auf dem Platz „Kleinigkeiten angesprochen, die mir im Pokal aufgefallen sind.“

„Klar will man zum Auftakt fit sein“, sagt Müller, „aber die Entwicklung geht ja weit darüber hinaus.“ Die Rollen am Sonntag sind klar verteilt. „Aber wenn wir nicht absteigen wollen, darf das Ergebnis letztlich nicht zweitrangig sein. Wir werden nichts abschenken“, sagt der WSC-Trainer.

Doch Münster, Vizemeister der Vorsaison, hat seinen ohnehin gut besetzten Kader noch einmal verstärkt. Mit dem 36-jährigen Routinier Benjamin Siegert zum Beispiel, der für Braunschweig in der 2. Liga spielte und dann für Preußen Münster. Neu dabei ist auch der 25-jährige Jonas Grütering, der die gute Ausbildung von Borussia Dortmund und Schalke 04 genossen hat und zuletzt für die „Zweite“ der Preußen in der Westfalenliga spielte.

Den Münsteranern wird der Werner SC am Sonntag wohl mit einem „stumpfen“ (O-Ton Müller) 4-4-2 entgegentreten. „Darauf wird es wohl hinaus laufen“, sagt der frühere Bundesliga-Spieler, der ein anderes System bevorzugt: „Wenn alle fit sind, dann ein 3-4-3. Von den Spielern her würde das sicher funktionieren.“ Aber auch hier fehlen diverse Einheiten, denn „sie haben einige Sachen noch nicht so im Kopf, wie ich sie gerne hätte.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare